Vertriebslexikon
Beiträge: DPV Deutscher Pressevertrieb sowie Auszüge aus dem VDZ Vertriebslexikon
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Verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale (VMP)
Gewinnung und Auswertung von tagesaktuellen artikelspezifischen Abverkaufsdaten bei online angeschlossenen Einzelhändlern durch den Grossisten.
Ziel von VMP ist es, bei der Belieferung des Einzelhandels mit Presse durch Teilanlieferungen und/oder automatische Nachlieferungen folgende Effekte zu erzielen:
- Reduzierung des Wareneinsatzes und der damit verbundenen Liquiditätsbindung
- Senkung der Remissionsquoten
- Verbesserung der Marktausschöpfung durch Vermeidung von Ausverkäufen, Verbesserung der Warenpräsentation, Erhöhung des Warenumschlags
- Wiederauslieferung von Frühremissionen bei nachgefragten Titeln sowie
- Kostensenkung innerhalb der gesamten Distributionskette
Darüber hinaus nutzen Verlage die VMP-Daten zur Marktbeobachtung, als aktuelle Information über Abverkäufe, als Ersatz für aufwendige AD-Abfragen, für eine vertriebsorientierte und redaktionelle Steuerung ihrer Titel.
Über längere Zeiträume lassen sich mit Hilfe der VMP-Daten für jeden Titel typische Abverkaufskurven errechnen, die schon nach den ersten Angebotstagen eine relativ zuverlässige Hochrechnung auf den zu erwartenden Gesamtverkauf im Einzelhandel zulassen.
Voraussetzungen für VMP:
- Codierung aller Pressetitel mit dem EAN-Pressecode in scanningfähiger Qualität
- VMP-fähiges Scannerkassensystem beim Einzelhändler und sorgfältiges, möglichst lückenloses Scanning aller Pressetitel
- einwandfreie Datenübermittlung an den Grossisten und qualifizierte Datenprüfung- und Verarbeitung beim Grossisten
2007 sind rund 8.700 Einzelhändler an das VMP-Verfahren angeschlossen. VMP stellt im Branchenvergleich das mittlerweile umfänglichste ECR-Projekt (Efficient Consumer Reports) Deutschlands und gleichzeitig das größte Handelspanel dar.




