Von A bis Z und viel dazwischen
Unser Verzeichnis der wichtigsten Fachbegriffe

Mit Hilfe des VDZ haben wir die relevantesten Begriffe aus unserem Arbeitsfeld samt Erklärungen für Sie zusammengetragen. Für Ihren Durchblick, Überblick, Einblick, Seitenblick!

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Abgabepreis

Man unterscheidet beim Vertrieb über das Presse-Grosso zwischen dem Abgabepreis Verlag an Grosso und dem Abgabepreis Grosso an EH. Der Abgabepreis Grosso an EH und der Endverkaufspreis werden vom Verlag gebunden (zweistufige Preisbindung).

Die Abgabepreise ergeben sich durch Reduzierung des Nettowarenwerts (Verkaufspreis ohne Mehrwertsteuer) um die jeweiligen Handelsspannen für Grosso und Einzelhandel. Entsprechend gibt es auch Abgabepreise für alle übrigen Vertriebssparten.

Abo-Laufzeit

Eigentlich gesamter Bezugszeitraum eines Abonnements. Im engeren Sinn versteht man unter Laufzeit den Verpflichtungszeitraum. Der Erstverpflichtungszeitraum darf maximal 2 Jahre betragen. Wird das Abonnement nicht bis zum vereinbarten Termin geküdigt, darf es sich automatisch um eine Laufzeit von maximal einem Jahr verlängern.

Abo-Marketing

Summe aller Aktivitäten für den Aufbau und den Erhalt eines Abonnementbestandes.

Abonnement (Abo)

Laufende Abnahme der Ausgaben eines periodischen Presseerzeugnisses (Zeitung, Zeitschrift, RCR, Partwork) durch einen Bezieher (Abonnenten) auf Basis einer entsprechenden Abonnements-Bestellung.

Die Aboauflage ist innerhalb der Gesamtauflage ein stabiler Faktor, der nicht den beim Einzelverkauf üblichen Schwankungen im Verkauf von Ausgabe zu Ausgabe unterliegt. Sie gibt dem Verlag daher größere Planungssicherheit, und es entfallen Remissionskosten.

Abverkauf

Der Abverkauf bezeichnet den Verkaufsverlauf während der Angebotszeit. Der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften verteilt sich in der Regel nicht gleichmäßig über die gesamte Angebotszeit, sondern konzentriert sich stärker auf den Beginn.

Dabei verhalten sich Titel und Titelgruppen sehr unterschiedlich. Man spricht auch von unterschiedlicher Abverkaufsgeschwindigkeit.

Als Faustregel gilt: je aktueller ein Titel ist, desto höher ist der prozentuale Abverkauf an den ersten Tagen bzw. – bei Tageszeitungen – in den ersten Stunden der Ange- botszeit.

Ad-Blocker

Erweiterung für den Internetbrowser (Browser) zum Blockieren von eingespielter Werbung.

Ad Impression

Durch die Anfrage des Benutzer, bzw. seines Browsers, ausgelöste Einspielung eines Werbemittels mit Hilfe eines Ad Servers. Die verbindliche Referenz für die Definition der Ad Impression findet sich in den IAB Measurement Guidelines.

Adressqualifizierung

Anreichern von Adressdaten um soziodemografische und psychografische Merkmale, welche die Adresse ergänzen. Ziel ist es, zusätzliche Informationen über Kunden, Lieferanten, Händler etc. zu generieren.

Affiliate-Marketing

Zu Deutsch Partner-Marketing, hierbei werden Inhalte, Dienstleistungen oder Produkte durch eine Verlinkung auf Partnerseiten vermarktet. Dabei stellt ein Anbieter (z.B. Händler) einem Partner (Affiliate) Inhalte oder Werbemittel zur Verfügung, die den Partner mit Hilfe eines Links eindeutig identifizieren. Die Provisionierung des Partners durch den Anbieter erfolgt durch unterschiedliche Modelle, z.B. Pay-per-Klick oder Lead.

AGA

Die Arbeitsgemeinschaft Abonnentenwerbung (AGA) entwickelte sich aus einer in den sechziger Jahren vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und dem Bundesverband der Medien- und Dienstleistungshändler (BMD) gebildeten Kommission. Sie etablierte sich 1971 als ein auf privatrechtlicher Grundlage statuiertes Selbstkontrollinstitut in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins.

Ziel der AGA ist es, die Lauterkeit der Vertreterwerbung zu fördern und die Öffentlichkeit über den Vertreterberuf zu in formieren.

AGOF

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.V. (AGOF) ist eine Zusammenschluss Deutschlands führender Online-Vermarkter. Sie macht mit ihrer standardisierten Online-Reichweitenwährung und umfassender Daten bezüglich der Nutzung digitaler Medien, das Internet zu einem transparenten und planbaren Werbeträger.

Akzeptanztest

Unter Akzeptanztests versteht man im Rahmen der Markteinführung neuer Pressetitel regionale Verkaufstests über Grosso und Einzelhandel mit Nullnummern bzw. Testausgaben.

Alleinauslieferungsrecht

Das Alleinauslieferungsrecht ist eines der wesentlichen Merkmale des Vertriebs über das Presse-Grosso. In jeder Vertriebsregion verfügt der Grossist über ein Alleinauslieferungsrecht aller bzw. aller betreuten Titel. Er hat somit in der Regel ein Angebotsmonopol gegenüber dem Einzelhandel.

Angebotsformen

Beim Abonnement unterscheidet man folgende Angebotsformen:

 

  • Eigen-Abo/Selbstzahler-Abo Abonnement
  • Geschenk-Abo
  • Prämien-Abo
  • Probe-/Mini-Abo/Kurz-Abonnement

 

Angebotszeit

Die Angebotszeit (auch Angebotszeitraum) eines periodischen Pressetitels richtet sich nach der Erscheinungsweise. Sie beginnt mit dem Erstverkaufstag und endet automatisch unmittelbar vor dem Erstverkaufstag der nächsterscheinenden Ausgabe. Nicht periodisch erscheinende Titel haben eine vorher definierte Angebotszeit, wenn die Folgeausgabe erst deutlich später erscheint.

App

Eine App bietet den Online-Zugriff auf eine für den mobilen Zugriff optimierte Webseite der Zeitung oder Zeitschrift, die in der Regel zugleich responsive aufgebaut ist, die Darstellung der Inhalte also dynamisch an die Displaygröße des Lesegeräts angepasst. Apps bieten keine 1:1 Darstellung ihres gedruckten Pendants, ihr Nutzung kann daher von der IVW zwar als mobiler Zugriff auf die Internet Angebote einer Zeitung registriert werden, jedoch nicht in der Auflage gewertet, sondern separat über die gemessenen Nutzungsdaten und das Meldeverfahren Paid Content ausgewiesen werden.

Auflage

Oberbegriff für die zahlenmäßige Bezeichnung von Exemplarmengen von Zeitungen und Zeitschriften. Ohne nähere Definition ist die Bezeichnung Auflage wenig aussagekräftig. Man unterscheidet deshalb nach

 

  • Druckauflage
  • Verbreitete Auflage
  • Verkaufte Auflage

Auflagendisposition

Festlegung der Auflage durch den Verlag; Bestimmung der Liefermenge für die einzelnen Vertriebssparten. In den Vertriebssparten mit Remissionsrecht auch Festlegung der Auflage pro Grossist bzw. Bahnhofsbuchhändler oder direkt belieferten Verkaufsstellen.

Auflagenoptimierung

Die „optimale“ Auflage ist für jeden Titel individuell zu definieren. Im Gegensatz zur Auflagenmaximierung, bei der es ohne Rücksicht auf die Kosten um eine möglichst hohe verkaufte Auflage geht, umfasst die Auflagenoptimierung alle Maßnahmen der Auflagensteuerung, die zu einem möglichst guten betriebswirtschaftlichen Ergebnis des Titels beitragen.

Auflagensplit

Aufteilung der Auflage einer Zeitung oder Zeitschrift in Teilauflagen, die sich aus redaktionellen Gründen oder wegen unterschiedlicher Anzeigen oder Beilagen (Teilbelegung) unterscheiden. Man unterscheidet zwischen einer geographischen Trennung (z.B. nach Nielsengebieten) und einer mechanischen Trennung, bei der die Teilung gleichmäßig über die gesamte Auflage erfolgt.

Augmented Reality

Als Erweiterte Realität oder Augmented Reality wird eine computergestützte Wahrnehmung bezeichnet, bei der sich reale und virtuelle Welt vermischen. Mit Hilfe eines elektronischen Gerätes werden über die gerade betrachtete reale Welt in Echtzeit Textinformationen und Grafiken eingeblendet.

Außenwerbung

Außenwerbung umfasst alle Arten von Werbemitteln, die im Freien verwendet werden, wie Plakatwerbung, Verkehrsmittelwerbung, Leuchtmittelwerbung, Fassadenbeschriftungen und Schilderwerbung. Beliebt sind Winddrehschilder sowie Aufstelltafeln.

Ausverkaufsquote

Anteil der Einzelhändler, die am Ende der Angebotszeit ausverkauft waren. Die über ISPC/EDI-Press an die Verlage überspielten Warenflussprotokolle weisen aus, wie viele Händler einmal und wie viele bereits zweimal, dreimal oder häufiger als dreimal in Folge ausverkauft waren.

Die Ausverkaufsquote gehört neben der Remissionsquote, dem Verkaufsdurchschnitt und den Nullverkäufern zu den wichtigen Steuerungsfaktoren im Vertrieb über den Groß- und Einzelhandel bzw. über den Bahnhofsbuchhandel. Sie ist wesentlicher Indikator für die Dispositionsqualität.

Das Koordinierte Vertriebsmarketing fordert: „Bei Beachtung vertrieblich sinnvoller Nullverkaufsquoten ist eine maximale Ausverkaufsquote von 30 Prozent anzustreben.“

Zu hohe AVK-Quoten bedeuten potentielle Verkaufsverluste. Dabei spielt auch eine Rolle, in welchen Bezugsgrößenklassen sich die ausverkauften Händler befinden. Ein hoher Anteil der AVK-Bezüge am gesamten Verkauf lässt auf ein besonders hohes Verkaufspotential schließen, das entgangen ist.

Die ausverkauften Einzelhändler werden auch als Nullremittierer bezeichnet.

AZZV

Abkürzung für Arbeitskreis Zeitungs- und Zeitschriftenverkauf. Der AZZV hat das Ziel, den Absatz von Presseerzeugnissen im Einzelhandel zu fördern sowie die Interessen der einzelnen Absatzstufen auszugleichen.

In ihm sind vertreten:

 

  • Fach- und Regionalverbände der Einzelhandelsorganisation
  • Der Bundesverband Deutscher Buch, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten e.V.
  • Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV)
  • Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)

 

Der AZZV ist u.a. Herausgeber der im Presse-Einzelhandel bewährten Broschüre „Tipps für Presseverkäufer“. Er begleitet fachlich die Erstellung der Rentabilitätsstudien.

Bahnhofsbuchhandel (BB)

Der Bahnhofsbuchhandel ist neben dem Grosso und Einzelhandel eine gesonderte Vertriebssparte für den Einzelverkauf von Presseerzeugnissen.

Bahnhofsbuchhandlungen sind Einzelhandelsunternehmen, die von den Verlagen direkt beliefert werden. Die BB-Handelsspanne (Handelsspanne) entspricht bei vielen Titeln der Addition von Grosso- und EH-Spanne. Um das Recht zur direkten Belieferung durch die Verlage zu erreichen, müssen Bahnhofsbuchhandlungen bestimmte Kriterien erfüllen. Nur die vertragliche Erfüllung dieser Kriterien rechtfertigt eine Sonderbehandlung des Bahnhofsbuchhandels gegenüber dem sonst geltenden Gleichbehandlungsgrundsatz im Einzelhandel.

BDZV

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV) ist die Spitzenorganisation der Zeitungsverlage in der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin. Über seine elf Landesverbände gehören ihm 289 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 14,9 Mio. verkauften Exemplaren sowie 13 Wochenzeitungen mit knapp einer Million verkauften Exemplaren an.

Der BDZV bezweckt die Wahrung und Vertretung der gemeinsamen ideellen und wirtschaftlichen Interessen der Zeitungsverlage.

Behavioral Targeting

Unter „Behavioral Targeting“ versteht man die auf dem vergangenen Surfverhalten basierende Auslieferung digitaler Werbung.

Belegexemplar

Unter Belegexemplaren versteht man kostenlose Exemplare für Autoren, Fotografen, Künstler sowie Anzeigen- und Beilagenkunden, die in der betreffenden Ausgabe mit Beiträgen bzw. Anzeigen oder Beilagen vertreten sind.

Ein Belegexemplar erhält auch die Abrech nungsstelle der Post. Es dient zur Prüfung des Gewichts für die Abrechnung der auf gelieferten Postvertriebsstücke bzw. Pressesendungen.

Belegungsschema

Ordnungsschema für das Presse-Regal nach Objektfamilien (Themengruppen) bzw. nach Blöcken (vertikale Blockbildung, Blockauslage).

Generell gilt: Je länger die Kontaktstrecke (Bordmeter), desto wichtiger ist die vertikale Blockbildung.

Benchmarking

Instrument für die Wettbewerbsanalyse und Basis für die Entwicklung von Optimierungsstrategien. Ziel des Benchmarking ist es, die eigenen Unternehmens-Strategien und -Methoden, -Prozesse und -Produkte oder definierte Erlös- und Kostenkategorien mit denen ausgewählter vorbildlicher Unternehmen zu vergleichen, um aus der Vergleichsanalyse Verbesserungspotentiale abzuleiten.

Bezug

Liefermenge eines Titels, die ein Unternehmen einer Vertriebssparte vom Verlag oder einer vorgeschalteten Sparte erhält.

BMD

Der Bundesverband der Medien- und Dienstleistungshändler ist eine berufsständische Interessenvertretung des BMD-Handels mit Sitz in Berlin . Dessen Ursprünge reichen bis in das Mittelalter zurück, als so genannte Kolporteure Druckschriften und andere Waren vertrieben. Als Mitte des 19. Jahrhunderts zu den bis dahin nur wenigen und in kleiner Auflage erscheinenden Zeitschriften neue Titel hinzukamen, auf dem Buchsektor auch für breite Bevölkerungsschichten erschwingliche Literatur erschien, trug der Kolportagehandel entscheidend dazu bei, breite Bevölkerungsschichten an das Lesen heranzuführen.

Über den BMD laufen insgesamt rund 4 Mio. Abos (2013). Wichtigste Titelgruppe sind die Funk- und Fernsehzeitschriften, die etwa 40 Prozent aller BMD-Abos ausmachen.

Bordexemplare

Exemplare von Zeitungen und Zeitschriften, die vornehmlich von Fluggesellschaften, aber auch anderen Verkehrsgesellschaften direkt bei den Verlagen bezogen und den Passagieren als Lektüre zur Verfügung gestellt werden. In der IVW- Auflagenmeldung werden die Bordexemplare als gesonderte Rubrik erfasst.

Bordmeter

Wichtigste Messlatte für die Präsentationsmöglichkeit von Presse im Einzelhandel ist die Zahl der im Vollsichtregal (VSR) zur Verfügung stehenden Bordmeter, also wie viele Meter an einzelnen Regalböden mit Zeitungen und Zeitschriften belegt werden können. Die Gesamtzahl der Bordmeter wird auch als Kontaktstrecke bezeichnet.

Bounce / E-Mail Bounce

Darunter versteht man eine, von einem Emailserver automatisch erzeugte, Fehlermeldung über die Unzustellbarkeit einer Email. Es gibt von permanenten Fehlern (Mail-Adresse existiert nicht) erzeugte „Hardbounces“ und von temporären Fehlern verursachte „Softbounces“ (Mail-Postfach des Empfängers ist voll).

Browser

Ein Browser ist ein Programm, das die Anzeige von Inhalten aus dem World Wide Web ermöglicht. Die gängigsten Browser sind der Internet Explorer, Firefox, Opera, Chrome und Safari.

Bundle

Der Begriff Bundle (engl. Plural: Bundles ‚ Bündel) bezeichnet eine Bündelung von einem Produkt mit einer passenden Erweiterung, beispielsweise einer CD, DVD oder einer App.

Call-to-action

Begriff aus dem Direct Marketing, der auch in der Abo-Werbung und hier insbesondere in der Internetwerbung verwendet wird. Es geht dabei um die Lenkung der Interaktion bis hin zum eigentlichen Bestellvorgang. Der Angesprochene erhält immer wieder eindeutige Hinweise, was er jetzt tun kann.

Click Stream

Unter Click Stream versteht man den Datenstrom, den der User erzeugt, wenn er auf einer Webseite aktiv ist. Die Aktionen des Benutzers werden vom Client-Computer, dem eingesetzten Webbrowser (Browser) oder den Server auf dem sich die Seiten befinden mitgeloggt.

Click-through-Rate (CTR)

Beschreibt das Verhältnis von Ad Clicks zu Ad Impressions. Wird auch als Ad Click Rate, Click Rate oder Klickrate bezeichnet. Die CTR ist ein Weg den Erfolg eines bestimmten Online-Werbemittels zu messen.

Client

Unter Client versteht man im allgemeinen einen Computer der mit einem Netzwerk oder dem Internet verbunden ist. Aber auch Software (vor allem Browser und Email-Programme) stellen Clients dar, da auch diese Programme Daten über eine Netzwerk oder das Internet austauschen.

Clusteranalysen

Unter Clusteranalyse versteht man Verfahren zur Entdeckung von Ähnlichkeitsstrukturen in Datenbeständen und ist eine wichtige Disziplin des Data Mining. Objekte, die sich bezüglich ausgewählter Merkmale ähnlich sind, werden zu Gruppen (Clustern) zusammengefasst. Die Cluster untereinander zeigen deutliche Unterschiede.

Im Pressevertrieb wurde die Clusteranalyse angewandt zur Gruppierung der Grosso/ Filialen zu Grosso/Filial-Clustern sowie zur Gruppierung der Lokalmärkte zu Lokalmarkt-Clustern. Beide Clusterungen wurden von der gemeinsamen Projektgruppe Vertriebsmarktforschung VDZ + Presse-Grosso durchgeführt. Die Cluster werden eingesetzt, um Verkaufsergebnisse bzw. die Marktauschöpfung besser zu bewerten und Potenziale aufzudecken.

Comics

Comics werden wie Rätsel- und Romanhefte in Deutschland als Presseprodukte eingestuft. Sie gehören zum klassischen Presseangebot im Einzelhandel.

Wegen der fehlenden Aktualität werden Comics teilweise im Phasenvertrieb ausgeliefert.

Community

Unter Community versteht man die Gesamtheit der Nutzer von Foren, sozialen Netzwerken oder Portalen. Das besondere dabei ist, dass die Nutzer den Content dieser Foren/Portale selber generieren (User generated Content).

Content

Informationsinhalte

Controlled Circulation (CC)

Unter Controlled Circulation versteht man die in der Regel kostenlose Verbreitung von anzeigenfinanzierten Fachzeitschriften an einen vom Verlag unter Zielgruppengesichtspunkten und Hierarchiegesichtspunkten sorgfältig ausgewählten Empfängerkreis.

Die Empfänger müssen in den meisten Fällen bestätigen, dass sie an dem Bezug der Zeitschrift interessiert sind. Sie qualifizieren sich damit als interessante Zielgruppe für die Anzeigenwerbung.

Conversion Rate (CVR)

Die CVR wird von Werbungtreibenden, Vermarktern und Werbeagenturen unterschiedlich gedeutet. Im allgemeinen beschreibt sie das Verhältnis von erfolgreichen Abschlüssen (Konvertierungen) zu einer definierten Messgröße (Klicks, User, Werbeangebote etc.).

Cookie

Ein Cookie ist eine Textdatei über die eine Webseite oder ein Ad Server einen User mit Hilfe seines Webbrowsers wiedererkennen kann. Die Datei wird meistens im Ordner für temporäre Dateien des Browser abgelegt.

Copypreis

Der Copypreis ist der bei Presse – in der Regel gebundene (Preisbindung) – Ladenverkaufspreis eines Titels.

Copy-Test

Testverfahren, bei dem unter Vorlage einer Zeitung, Zeitschrift oder auch Anzeige(n) der Wiedererkennungswert, Feststellungen über die Nutzung, allgemeine und spezielle Beurteilungen und Einstellungen erhoben werden. Speziell in der redaktionellen Forschung und bei Anzeigentests ist dies ein Befragungsablauf, bei welchem dem Leser ein Heft der zu testenden Zeitschrift vorgelegt wird, er dieses durchblättert und angibt, welche Beiträge und/oder Anzeigen er gelesen/angesehen hat und welche nicht.

Cost per Action (CpA)

Auch Cost per Action, ist ein Preismodel für Online-Werbemittel, wobei der Werbungtreibende für eine bestimmte Aktion der User zahlt. Diese Aktionen können Käufe, Klicks oder Downloads sein.

Cost per Click (CpC)

Auf die Anzahl der Klicks umgerechnete Kosten, die durch ein Online-Werbemittel generiert wurden. CpC stellt auch eine Abrechnungsform dar, wobei jeder Klick auf

ein Werbemittel dem Werbungtreibenden berechnet wird.

Cost per Conversion (CpC)

Cost per Action

Cost per Mille (CpM)

Kosten-pro-Tausend. Kosten, die für die Buchung von 1.000 Ad Impressions anfallen (Tausend-Kontakte-Preis).

Cost per Order (CpO)

Werbekosten in Bezug auf die Anzahl erfolgter Bestellungen (Kosten pro Transaktion). CpO beschreibt auch eine Abrechnungsform, bei der die Kosten der Kampagne anhand der getätigten Bestellungen gemessen wird.

Cost per Thousands (CpT)

Cost per Mille (CPM)

Crawler

Ein Crawler ist eine Software, die automatisch das WWW nach bestimmten (vom User vorgegebenen) Informationen durchsucht und Websites analysiert. In dieser Form werden Crawler vor allem von Suchmaschinen verwendet. Sie können auch zum Sammeln von RSS-Feeds oder Email-Adressen verwendet werden.

CRM

Customer Relationship Management, deutsch: Kundenbeziehungsmanagement. Systematische Pflege von Kundenbeziehungen auf Basis eines Datenpools (Data Warehousing). Ziel von CRM ist es, bestehende Kundenkontakte zu optimieren und neue Kontakte herzustellen. Cross Selling, Direktwerbung, Merchandising sind typische Maßnahmen im Rahmen von CRM. Auch Kundenbindungsprogramme fallen unter CRM.

CRM ist ein wichtiges Instrument im Abo-Marketing.

Crossmedia

Unter Crossmedia versteht man die Vernetzung unterschiedlicher zielgruppenrelevanter Medienkanäle und Werbeträger auf inhaltlicher, kreativer und formaler Ebene. Ziel ist, den werblichen Erfolg über eine mehrkanalige Zielgruppenansprache zu maximieren.

Cross Selling

Sammelbegriff für Verkaufsaktivitäten an vorhandene Privatkunden (Abonnenten oder Einzelheftbesteller). Dabei kann es sich ebenso um zusätzliche Abonnements anderer Titel als auch um Sonderhefte, Bücher, Kalender oder Merchandising-Produkte handeln.

Customer Journey

Weg („Reise“) eines Users vom ersten Kontakt mit einem Online-Werbemittel bis zum (Online-) Kaufabschluss. Dies ist besonders bei digitalen Kanälen, z.B. Online Marketing, interessant, da mit Hilfe von Tracking-Technologien das Verhalten des Konsumenten gut abgebildet werden kann.

Databasemarketing

Die Erweiterung der Kunden- und Interessentendatei zu einem aussagefähigen und zielgruppenspezifisch einsetzbaren Direktmarketing-Instrument durch Hinzufügung möglichst vieler qualifizierender Daten zur Adresse (Kaufverhalten, Umsatz, Mitarbeiteranzahl etc.). Die Adressen können dann abgeglichen und selektiert werden.

Das Databasemarketing spielt eine zunehmend wichtige Rolle bei der Werbung der Abonnenten, der Wiedergewinnung von Abbestellern sowie für alle Cross-Selling- Aktivitäten.

Data Mining

Systematisches (in der Regel automatisiertes oder halbautomatisches) Entdecken und Extrahieren unbekannter Informationen aus großen Mengen von Daten.

Data Warehousing

Begriff aus dem Informationsmanagement in der Betriebswirtschaft. Ein Data Warehouse (Datenlager) ist eine zentrale Datensammlung (meist eine Datenbank), deren Inhalt sich aus Daten unterschiedlicher Quellen zusammensetzt. Die Daten werden von den Datenquellen in das Data Warehouse geladen und dort vor allem für die Datenanalyse und zur betriebswirtschaftlichen Entscheidungshilfe in Unternehmen langfristig gespeichert.

 

Der neue vertrieb (dnv)

Fachzeitschrift für den Pressevertrieb, die vierzehntäglich im Presse Fachverlag, Hamburg, erscheint. Offizielles Verbandsorgan der Handelssparten Grosso, Bahnhofsbuchhandel, Lesezirkel und BMD. Siehe auch Website des dnv.

Device (engl. für Gerät)

Ist der Oberbegriff für alle Endgeräte auf denen digitale Inhalte sichtbar sind.

Direct Mail

Form der Direktwerbung. Abonnenten­werbung durch Anschreiben und Prospek­te, die mit der Post verschickt werden (Mailings).

Direct Marketing

Andere Bezeichnung für Direktwerbung.

Direktwerbung

Im Gegensatz zur klassischen Werbung wird mit jeder Direktwerbeaktion ver­ sucht, einen Dialog mit einem potentiellen Kunden zu beginnen. Dazu wird dem Empfänger die Möglichkeit gegeben, per Post, Fax, Telefon oder E-Mail direkt zu antworten. Die drei wesentlichen Merkmale für Direktwerbung sind:

 

  • Die Zielrichtung auf den Einzelnen (somit gehört die klassische Massenanzeige mit ihrem Responsemittel ebenso dazu wie ein personifiziertes Mailing)

  • Die Identifizierung der einzelnen Person über den Response

  • Das Erfassen, Speichern, Aufbereiten der gewonnenen Daten als Basis für die gezielte Steuerung und Kontrolle der weiteren Aktivitäten

Discounter

Betriebsform des Handels mit eng begrenztem Sortiment von Waren mit hoher Umschlagshäufigkeit, einfacher Warenpräsentation und (aggressiver) Niedrigpreispolitik. Insbesondere für die so genannten Hard Discounter gilt der weitgehende Verzicht auf Markenartikel und entsprechend das Angebot starker Eigenmarken. Softdiscounter sind dem gegenüber Geschäfte mit einer ausgewogenen Mischung von Markenartikeln und Eigenmarken. In Deutschland gibt es rund 13.000 Discounterfilialen mit Presseangebot. Dies entspricht einem Anteil von 11% aller Presseverkaufsstellen. (EHASTRA 2012)

Display

Grundsätzlich ein aus Karton, Kunststoff etc. hergestelltes Werbemittel zur auffälligen und verkaufsfördernden (Zweit-) Platzierung einer Ware im Verkaufsraum. Im Pressevertrieb auch Regalschalen, Kassenkörbchen etc., Displays als Warenträger sollen insbesondere die Bereitschaft zum Impulskauf fördern.

Display Ads

Grafische Werbeformen innerhalb einer Webseite, die Text-, Gra k-, Video und Audioinformationen enthalten können. Eine Übersicht über die mittlerweile vielfältigen Formen von Display Ads siehe www.werbeformen.org.

Disposition

Summe aller Vorgänge zur Bestimmung der Liefermenge pro Grossist und Einzelhändler bzw. Bahnhofsbuchhändler. Die Liefermenge wird in der Regel pro Titel und Ausgabe neu festgelegt. Dies geschieht beim Presse-Grosso im Wesentlichen durch die Marktorientierte Bezugsregulierung (MBR).

Dispositionsrecht

Da der Verlag wegen des Remissionsrechts des Groß- und Einzelhandels das volle Absatzrisiko trägt, hat er zwangsläufig das Recht, die Liefermenge zu bestimmen. Das Dispositionsrecht gibt dem Verlag die Möglichkeit, bei Einführung eines Presseerzeugnisses in den Markt die Startauflage und den Erstverkaufstag zu bestimmen.

Nach Abschluss einer angemessenen Einführungsphase wird die Liefermenge von Verlag und Grosso gemeinsam einreguliert, d.h. anhand der erreichten Verkäufe

neu bemessen. Den Orientierungsrahmen dafür bietet das Koordinierte Vertriebsmarketing (KVM).

Distribution

Verteilung der Auflage auf einzelne Absatzstellen.

DISTRIPRESS

Distripress ist die Organisation zur Förderung des internationalen Pressevertriebs mit Sitz in Zürich. Sie knüpft und pflegt internationale Kontakte – zum Austausch über Trends und Probleme im Pressevertrieb sowie Finden von gemeinsamen Lösungen zum Vertrieb und zur Vermarktung von Publikationen auf dem internationalen Markt.

Domain

Ein eindeutiger Name, der eine Webseite kennzeichnet. Jeder Domainname ist zweigeteilt und besteht aus einer Top-Level und einer oder mehrerer Lower-Level Bezeichnungen. Top-Level Domains gehören zu einer bestimmten Gattung oder sind geografischer Art. Gattungen sind zum Beispiel .com (kommerziell), .org (organizational oder non-commercial), .biz (business) etc. Geografische Top-Level Domains bezeichnen in der Regel die Herkunftsländer (.de = Deutschland, .us = USA, .fr = Frankreich usw.). In Deutschland werden die .de-Domains von der Organisation Denic (www.denic.de) verwaltet.

Double Opt-in

Unter Double Opt-in versteht man die doppelte Einwilligung des Users, Werbemails und Newsletter zu erhalten. Nach der Eintragung in einen Email-Verteiler bekommt der User eine Bestätigungsmail und erhält die Möglichkeit sich sofort wieder aus dem Verteiler auszutragen oder den Eintrag zu bestätigen. Mit Hilfe dieser Vorgehensweise soll Spam verhindert werden und den Übermittlern von kommerziellen Emails Rechtssicherheit geben (Opt-in).

Druckauflage

Die IVW bezeichnet die Druckaflage als die von der Druckerei für den Verlag gefertigte, bereitgestellte und berechnete Auflage eines Titels.
Im Verlag wird der Begriff Druckauflage für die Zahl der zum Druck in Auftrag gegebenen Exemplare einer Ausgabe verwendet. Die Zahl kann von der tatsächlich gedruckten Auflage abweichen, da in den Druckaufträgen meist Schwankungsbreiten vereinbart sind, in deren Rahmen die tatsächlich hergestellte und berechnete Menge nach oben oder unten (z.B. maximal 3 Prozent) akzeptiert wird. Man unterscheidet entsprechend zwischen bestellter und tatsächlicher Druckauflage.

e-Commerce

Der Handel mit Produkten oder Dienstleistungen im oder über das Internet.

eCPC

Effektiver Cost per Click. Realisierter CPC nach Kampagnenabschluss auf Basis Netto 3 (n/n/n) unter Berücksichtigung von Über-/Unterlieferungen.

eCPM

Effektiver Cost per Mille. Realisierter TKP nach Kampagnenabschluss auf Basis Netto 3 (n/n/n) unter Berücksichtigung von Über-/Unterlieferungen.

EH

Abkürzung für Einzelhandel oder Einzelhändler.

EHASTRA

Die Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA) ist eine Strukturanalyse des Zeitschriften- und Zeitungseinzelhandels in Deutschland, die auf einer jährlich in der KW 39 durchgeführten Totalerhebung der presseführenden Einzelhändler beruht. Seit 2010 ist sie auch unterjährig verfügbar – beispielsweise wöchentlich oder quartalsweise. Die EHASTRA ist für Verlage und gPresse-Grosso ein wichtiges Instrument für die Analyse der Ist-Situation am PoS und für die effiziente Steuerung der Pressedistribution. Im Bereich der Wirtschaft ist die EHASTRA die größte Vollerhebung in Deutschland.

EH-Außendienst

Einzelhandels-Außendienst eines Verlages, der direkt den Einzelhandel bearbeitet (Verlagsaußendienst). Die den Einzelhandel besuchenden Außendienstmitarbeiter der Grossisten nennt man Grosso-Außendienst.

EH-Aussteuerung

Die EH-Aussteuerung bedeutet, dass Einzelhändler i.d.R. nach zwei- oder dreimaligem Nullverkauf in Folge mit dem betreffenden Titel nicht mehr beliefert werden (Marktorientierte Bezugsregulierung).

Bei Tageszeitungen, Wochentiteln und 14täglich erscheinenden Titeln wird nach dreimaligem Nullverkauf in Folge „ausgesteuert“, bei Monatstiteln oder seltener erscheinenden Objekten nach zweimaligem Nullverkauf.

EH-Marketing

Im Pressevertrieb alle Maßnahmen, die dem Absatz einer Zeitung oder Zeitschrift im Einzelhandel dienen. Dazu gehören im Presse-Grosso insbesondere vertriebslinienspezifisch auf den filialisierten Lebensmitteleinzelhandel, den Facheinzelhandel und die Mineralölgesellschaften ausgerichtete Maßnahmen im Bereich der Warenpräsentation, der Sortimentsoptimierung und der Verkaufsförderung sowie die Erschließung neuer Verkaufsstellen.

Einführungsmaßnahmen

Im Koordinierten Vertriebsmarketing (KVM) sind im Kapitel „Markteinführung neuer Pressetitel“ Einführungsmaßnahmen ausführlich dargestellt.

Für den Verlag beginnt die Markteinführung mit einer sorgfältigen Produktplanung, zu der auch eine qualifizierte Analyse des Absatzmarktes, eine qualitative und quantitative Zielgruppendefinition und die Entwicklung einer Marketingstrategie gehört. Gelegentlich wird eine Test- oder Nullnummer eingesetzt, um die Verkaufsfähigkeit des Produktes in Akzeptanztests zu überprüfen.

Die konkreten Einführungsmaßnahmen umfassen:

 

  • Die rechtzeitige schriftliche Produktankündigung, mindestens zehn Werktage vor dem geplanten Erstverkaufstag mit dem vollständig ausgefüllten KVM-Standard-Datenblatt
  • Die umfassende Produktinformation

  • Die Festlegung der Absatzwege

  • Die Auflagendisposition/Festlegung der Liefermengen sowie

  • Die Festlegung des Einführungszeitraums in Abhängigkeit von der Erscheinungsweise.

Auf Grosso-Seite gehören dazu u.a.:

 

  • Die Information des Einzelhandels über das neue Verlagsprodukt
  • Begleitende Maßnahmen des Grosso-Außendienstes, insbesondere die Verteilung von Displays und Werbematerial
  • Die Durchführung von Verkaufstests

Einführungspreis

Neuerscheinungen werden häufig zu günstigen Einführungspreisen („Schnupperpreisen“) auf den Markt gebracht.

Einzelverkauf

Oberbegriff für alle Vertriebsformen, in denen Endabnehmer ohne Abnahmeverpflichtung einzelne Exemplare einer Zeitschrift kaufen.

Zum Einzelverkauf gehören die über die Vertriebssparten Presse-Großhandel und -Einzelhandel, Bahnhofsbuchhandel, Sonderhandel, Spezialverkaufsstellen und Stumme Verkäufer verkauften Exemplare sowie einzeln vom Endabnehmer beim Verlag bestellte und gegen Rechnung gelieferte Exemplare.

Die Einzelverkaufsauflage bezeichnet alle im Einzelverkauf abgesetzten Exemplare einer Ausgabe.

Entgangener Verkauf (EV)

Die für ein Objekt in einem Grossogebiet durch Ausverkäufe nicht realisierte Nachfrage. Zahl der Exemplare eines Presseprodukts, die bei ausreichender Liefermenge zusätzlich hätten verkauft werden können.

Die Addition von Verkauf und Entgangenem Verkauf ergibt die Nachfrage (bzw. das Marktpotenzial).

e-Paper

Ist die elektronische Version eines Printmediums, über eine Datenleitung oder über Mobilfunk verbreitet oder an einem Bildschirm dargestellt.

Aktuell werden digitale Zeitungen und Zeitschriften neben Print hauptsächlich als e-Paper oder als App für verschiedene Endgeräte angeboten. E-Paper bieten dabei in der Regel die 1:1 Abbildung der gedruckten Zeitung oder Zeitschrift an, die als PDF heruntergeladen und offline gelesen werden kann. Diese Eigenschaft ist Grundlage für die Berücksichtigung von e-Paper Exemplaren in der IVW geprüften Auflage.

Erscheinungsweise

Unter Erscheinungsweise versteht man die Erscheinungshäufigkeit bzw. Erscheinungsfrequenz eines Presseprodukts.

Regelmäßig erscheinende Titel werden auch als Periodika bezeichnet. Dazu gehören Tageszeitungen, die täglich, werktäglich oder börsentäglich erscheinen, Wochenzeitungen – einschließlich der Sonntagszeitungen – und Zeitschriften, die wöchentlich, 14-täglich, monatlich, 2-monatlich oder vierteljährlich erscheinen.

Jährliche Veröffentlichungen erscheinen zwar auch regelmäßig, werden aber nicht der presseüblichen Definition eines Periodikums zugerechnet.

Neben den regelmäßig erscheinenden Titeln gibt es auch unregelmäßig erscheinende Sonderhefte, die zu einem Mutterobjekt – Zeitung oder Zeitschrift – gehören.

Einmal-Veröffentlichungen, so genannte One-Shots und Sonderpublikationen, die zu keinem bestehenden Titel in unmittelbarer Beziehung stehen, treten ebenfalls als Presseprodukte auf und werden pressetypisch vertrieben. Oft dienen One-Shots der Erkundung von Marktpotentialen. Bei Erfolg kann sich daraus u.U. ein Periodikum entwickeln.

Erstverkaufstag (EVT)

Der Erstverkaufstag ist der vom Verlag festgelegte und vom Handel verbindlich einzuhaltende erste Tag der Verkaufsperiode einer Ausgabe. Bei regelmäßig erscheinenden Titeln ist dies in der Regel immer der gleiche Wochentag.

Fachzeitschrift

Zeitschrift, die sich mit ihrem redaktionellen Angebot an Angehörige bestimmter Berufsgruppen oder Branchen/Industriezweige richtet.

Fachzeitschriften werden überwiegend im Abonnement vertrieben. Daneben gibt es in einigen Bereichen der Fachpresse den kostenlosen Vertrieb per Controlled Circulation. Nur ganz wenige Titel der Fachpresse werden auch an ausgewählten Verkaufsstellen des Presseeinzelhandels angeboten.

FEH-Konzept

Facheinzelhandels-Konzept (FEH-Konzept) ist ein vom Verband Presse-Grosso entwickeltes Konzept zur Schaffung eines Netzes besonders qualifizierter Presse-Einzelhändlern mit breitem Pressesortiment und besonderem Service-Angebot. Zurzeit gibt es rund 2310 Facheinzelhändler (Stand 2013) in Deutschland.

Festbezieher

Einzelhändler, die bestimmte Titel ohne Mengenregulierung regelmäßig in einer festen Stückzahl abnehmen.

Festbezug

Bezug von Presseerzeugnissen ohne Remissionsrecht wie z.B. im Abonnement oder im Lesezirkel.

Fortdruckkosten

Fortdruckkosten sind die Grenzkosten der Herstellung. Im Gegensatz zu den Herstellkosten werden hier in der Regel nur noch die Kosten für Papier, Farbe, Energie und buchbinderische Verarbeitung berücksichtigt.

Freiexemplar

Kostenloses Exemplar einer Zeitung oder Zeitschrift.

Frequency Capping (FC)

Technisches Verfahren mit dessen Hilfe eine maximale Kontaktanzahl mit einem Online-Werbemittel erreicht wird.

Frühremission (FR)

Frühremission sind alle Remissionsexemplare, die vor Ende der Angebotszeit vom Einzelhändler an den Grossisten zurückgegeben werden. Erfolgt die Remission unmittelbar nach der Lieferung spricht man von Sofortremission.

Die Frühremission ist nach dem Koordinierten Vertriebsmarketing grundsätzlich zulässig, beeinträchtigt aber das Dispositionsrecht und verhindert eine sinnvolle Bezugsregulierung. Bestehende Verkaufschancen werden nicht ausgeschöpft.

Frühremission wird seit Jahren in wachsendem Umfang praktiziert und ist damit eines der relevanten Branchenprobleme. Die Einzelhändler reagieren mit der Frühremission auf die ihrer Meinung nach bestehende Überbelieferung mit „unverkäuflicher“ Ware.

Grosso und Verlage bemühen sich gemeinsam, durch nachfragegerechte g Disposition einerseits und durch verbesserte Kundenberatung das Problem in den Griff zu bekommen.

Fulfilment

Technische Abonnementsabwicklung, auch technische Abwicklung von Maßnahmen der schriftlichen Werbung.

Ganzstückremission

Bei der körperlichen Remission übergibt der Händler nach der gAngebotszeit seinem Lieferanten Kopfleisten, Titelseiten oder ganze Stücke der unverkauften Exemplare. Bei ganzen Stücken spricht man von Ganzstückremission.

Gesamtauflage

Die Summe aller Auflagenbestandteile einer Zeitung oder Zeitschrift.

Der Begriff wird gelegentlich auch mit unterschiedlicher Bedeutung verwendet und bedarf im Einzelfall einer näheren Definition. Es kann damit sowohl die Druckauflage als auch die verbreitete Auflage gemeint sein.

Grenzremission

Remission, die bei Steigerung der Liefermenge an den Handel zusätzlich anfällt. Je höher die Steigerung, desto höher ist für den Erhöhungsanteil die Grenzremission.

Im umgekehrten Fall spricht man von einer negativen Grenzremission. Bei einem negativen Grenzremissionstest wird ermittelt, wie weit man die Bezugsmenge und damit die Remission reduzieren kann, ohne nennenswerte Verkaufsverluste hinnehmen zu müssen.

Grosso-Außendienst

Der Grosso-Außendienst berät den Einzelhandel in allen Fragen, die die Besonderheiten von Presse gegenüber anderen Warengruppen betreffen.

Unter vielen anderen Aufgaben – Erschließung neuer Verkaufsstellen, Behandlung von Reklamationen, Sortimentsberatung, optimale Warenpräsentation, Durchführung von EHASTRA-Erhebungen, Durchführung von Verkaufstests (für neue Titel), Aufstellen von Dauerwerbemitteln, Auslieferung von verlagsseitig gelieferten Einmal-Displays – hat die Angebotsoptimierung einen besonderen Stellenwert.

Guerilla-Marketing

Ungewöhnliche Marketingmaßnahmen, die bei einem niedrigen Werbebudget eine vergleichsweise große Wirkung erzielen.

Haltbarkeit

Laufzeit eines Abonnements. Die Verlage führen Haltbarkeitsstatistiken (durchschnittliche Haltbarkeit in Jahren). Da diesen Statistiken unterschiedliche Berechnungsweisen zugrunde liegen, ist valides Benchmarking kaum möglich.

Handelsspanne (HSP)

Entgelt für die vertrieblichen Leistungen der Handelsstufen. Rechnerisch ist dies die Differenz zwischen Einkaufs- und Einstandspreis einer Ware und ihrem Verkaufspreis.

Bei preisgebundenen Presseprodukten (Preisbindung) legt der Verlag die Handelsspannen für alle Handelsstufen fest. Sie wird für Presseerzeugnisse in Prozent vom Nettoverkaufspreis angegeben.

Derzeit schwankt die Grosso-Spanne (Presse-Grosso) für Zeitschriften zwischen 14,5 Prozent und 29,26 Prozent. Für Titel mit hohem Stücknutzen reduziert sich die Spanne je nach Umsatz pro Heftfolge um bis zu 3,5 Prozent.

Die Handelsspannen im Bahnhofsbuchhandel sind grundsätzlich von den übrigen Handelsspannen unabhängig. In vielen Fällen wird vom Verlag jedoch eine Handelsspanne gewährt, die der Formel A (Grosso-Spanne) + B (EH-Spanne) = C (Bahnhofsbuchhandel-Spanne) entspricht.

Händlerdichte

Relation zwischen der Zahl von Einzelhändlern und der Fläche, der Einwohnerzahl oder der Zahl der Haushalte eines Vertriebsgebiets:

 

  • Zahl der Einzelhändler pro qkm
  • Zahl der Einzelhändler pro 1000 Einwohner
  • Zahl der Einzelhändler pro 1000 Haushalte

Heftauflage

Bei der IVW besteht auf Antrag die Möglichkeit für Verlage, am Verfahren der Meldung und Prüfung von Heftauflagen von Zeitschriften teilzunehmen.

Herstellkosten

Setzen sich aus den rein technischen Produktionskosten wie Reproduktion, Satz, Zylinder- bzw. Plattenherstellung, Andruck, Papier, Farbe, Druck etc. zusammen. Da die Kosten der Redaktion hier nicht mit einfließen, werden die Herstellkosten betriebswirtschaftlich meist den Vertriebserlösen zugeordnet.

Homepage

Wird oft fälschlich als Webseite bezeichnet, ist aber die Eingangs-, Zugangs- oder Übersichtsseite einer Website.

Hyperlink

Ein anklickbarer Bereich innerhalb eines HTML-Dokumentes, welcher den gUser zu einer neuen URL bringt, sobald der Link per Mausklick aktiviert wird.

Importeur

Unternehmen, das sich auf den Vertrieb auslädischer Presse im Inland spezialisiert hat.

Anders als der Nationalvertrieb ist der Importeur ein Eigenhändler. Er kauft im eigenen Namen für eigene Rechnung ein.

Insbesondere seit der Schaffung des Europäischen Binnenmarkts übernehmen allerdings früher „reinrassige“ Importeure zunehmend für Verlage aus dem europäischen Ausland auch Nationalvertriebsfunktionen.

In einigen Ländern arbeiten die Importeure auch als nationale Grossisten oder Obergrossisten.

Impressum

Jedes periodisch erscheinende Presseerzeugnis muss den Verleger, den Drucker, den verantwortlichen Redakteur und den verantwortlichen Anzeigenleiter ausweisen. Diese Angaben werden als Impressum bezeichnet und können entweder an einer regelmäßig wiederkehrenden Stelle in der Publikation erscheinen oder mit einem entsprechenden Hinweis im Inhaltsverzeichnis an wechselnden Stellen.

Impulskauf

Auch Spontankauf. Handelsbegriff, mit dem zuvor nicht in Erwägung gezogene, ungeplante Kaufakte charakterisiert werden. Das Gegenteil ist der Routinekauf. Im pressevertrieblichen Sprachgebrauch Kauf von Presseerzeugnissen aufgrund einer spontanen Entscheidung im Presseeinzelhandel.

In-App Advertising

Schaltung von Werbung innerhalb einer App.

Informations- und Meinungsfreiheit

Die im Grundgesetz verankerte Informations- und Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) sowie die daraus resultierende gPressefreiheit sind die wesentlichen Voraussetzungen für die Praktizierung eines Vertriebssystems mit eingeschränktem Wettbewerb. Preisbindung und Alleinauslieferungsrecht lassen sich nur mit dem Ziel begründen, dass jeder an jedem Ort zu gleichen Bedingungen Zugang zu Presse haben soll.

In-Game Advertising

Schaltung von Werbung innerhalb von Online- und Video-Spielen.

Internet facts

Die Markt-Media-Studie internet facts wird monatlich von der AGOF veröffentlicht. Inhalt sind Daten zu Reichweiten und Nutzerstrukturen der wichtigsten werbetragenden Websites sowie Kerndaten zur Internetnutzung und zum e-Commerce in Deutschland.

IP-Adresse

Eine eindeutige Adresse in Computernetzen, die auf dem Internetprotokoll (IP) basiert. Bei der Anbindung eines Computers an ein Netz bekommt er automatisch eine oder mehrere IP-Adressen zugewiesen. Dadurch ist der Computer bzw. sein User adressierbar und erreichbar.

ISPC-Verfahren/EDI-Press

Standardisiertes Verfahren zum Datenaustausch zwischen Grossisten und Bahnhofsbuchhändlern einerseits und Verlagen und Nationalvertrieben andererseits.

Ende der 1970er Jahre entstand das ISPC- Verfahren – ein neues Konzept für die Datenübermittlung. Träger des Verfahrens wurde die 1977 gegründete ISPC Intermedia Standard Presse-Code GmbH & Co., Hamburg.

Seither übermittelt der Handel mit Hilfe dieses Konzeptes alle

 

  • KR-Warenflussdaten
  • Verkaufs-/Regulierungsdaten für den EH
  • Regulierungsdaten nach Größenklassen

an die Verlage und Nationalvertriebe. Heute sind alle Grossisten sowie alle größeren Verlage und Nationalvertriebe dem ISPC-Verfahren angeschlossen. Gemäß den seit 1993 geltenden Kriterien für den Bahnhofsbuchhandel ist die Datenübermittlung per ISPC-Verfahren auch für den Bahnhofsbuchhandel-Status zwingende Voraussetzung.

IVW

Abküzung für Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.

Mit der IVW besteht seit 1950 ein effektives System der Prüfung und Veröffentlichung der Verbreitungsdaten der Medien. Die IVW ist eine neutrale Einrichtung, die von den Medien, den Werbungtreibenden und den Werbeagenturen getragen wird. Die IVW wurde im Jahre 1949 zunächst als Unterorganisation des ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) gegründet und 1955 als Verein rechtlich verselbstständigt. Die IVW hat ihren Sitz seit 2003 in Berlin.

Die IVW ermittelt, kontrolliert und publiziert Auflagen- und Verbreitungsdaten von periodischen Druckerzeugnissen einschließlich der Digitalausgaben „ePaper“. Darüber hinaus kontrolliert sie den Plakatanschlag und die Besucherzahlen im Kino, die ordnungsgmäße Ausstrahlung von Hörfunk- und Fernsehspots , für Online- Dienste die nachgewiesenen Zugriffe und für kostenpflichtige Digitalangebote die verkauften Nutzungsrechte.

Zwei Zielrichtungen verfolgt die IVW: Werbe- und Mediaplanern objektiv ermittelte und geprüfte Verbreitungsdaten der Werbeträger zur Verfügung zu stellen und den Werbekunden der elektronischen Medien Sicherheit über die vertragsgemäße Ausstrahlung ihrer Werbespots zu geben, zum anderen den etwas abstrakteren Zweck der Sicherung eines fairen Wettbewerbs, insbesondere im Bereich der Print-Medien untereinander.

Siehe auch: http://www.ivw.de/

Jugendmedienschutz

Der Jugendschutz begrenzt in Artikel 5 GG ausdrücklich das Recht der freien Meinungsäußerung, das Recht der Information und die Pressefreiheit.

Das Jugendschutzgesetz beschränkt die Angebotsmöglichkeit und Werbemöglichkeit für Objekte, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Bonn, indiziert wurden oder die offensichtlich schwer jugendgefährdend sind.

Just-in-time

Logistikkonzept zur Strukturierung des Warenflusses mit dem Ziel, Waren und Informationen zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität und Menge am richtigen Ort bereitzustellen.

Key Account

Key Accounts sind Großkunden. Sie heißen Schlüsselkunden (Key Accounts), weil sie Schlüsselpositionen hinsichtlich ihrer Bedeutung für die gegenwärtige und zukünftige Existenz des Lieferunternehmens einnehmen. Im Pressevertrieb versteht man unter Key Accounts in erster Linie die Zentralen der Handelsketten.

Keyword

Schlüsselwort oder -wörter aus der automatisierten und/oder manuellen Verschlagwortung von Inhalten. Auf Basis eines Schlüsselwortes kann z.B. eine Suchmaschine eine Liste von Websites erstellen, die eine Verbindung zu dem Schlüsselwort haben.

Kiosk

Ursprünglich nicht betretbare Angebotsstelle, an der der Käufer seine Ware durch ein Fenster erhält. Inzwischen gibt es auch betretbare Kioske, in denen über eine Theke verkauft wird. Die EHASTRA führt unter der Geschäftsarten-Hauptgruppe „Kiosk“ als Geschäftsarten betretbare Kioske, nicht betretbare Kioske und Imbiss-Stände. Zwischen Kiosken und Trinkhallen wird in der EHASTRA nicht mehr unterschieden.

Im Volksmund ist der Begriff „Kiosk“ immer noch Synonym für die typische Presseverkaufsstelle, obwohl der klassische Pressekiosk in seiner früheren Form nur noch in geringer Zahl vorkommt.

Klebebindung

Übliche Form der buchbinderischen Verarbeitung bei umfangstarken Zeitschriften. Die einzelnen Bogen werden aufeinander gelegt, das Gesamtprodukt rundherum beschnitten und am Rücken angefräst und verleimt. Dieses Verfahren bezeichnet man nach seinem Erfinder auch als ‚Lumbecken‘.

Bei weniger starken Zeitschriftenexemplaren ist im Gegensatz zur Klebebindung die Rückstichheftung üblich.

Kolonne

Gruppe von Zeitschriftenwerbern einer Werbeorganisation.
In der nach militärischem Vorbild gebildeten Organisationsstruktur eines werbenden BMD-Unternehmens bildet die Kolonne – bestehend aus 5–9 Werbern (eine Kleinbus-Besatzung) – die kleinste Einheit. Sie wird von einem Kolonnenführer geleitet. Mehrere Kolonnen bilden gemeinsam eine „Organisation“, die ihrerseits einem Organisationsleiter (auch Oberreisenden) untersteht.

Kommissionierung

Zusammenstellen der kundenindividuellen Liefermenge für die Einzelhändler beim Grossisten.

Die Kommissionierung geschieht heute in der Regel auf halbautomatischen, display- gestützten Kommissionierstraßen. Dabei erfolgt die Qualitätssicherung sowohl stichprobenartig als auch durch einen Wiegevorgang am Ende der Kommissionierstrecke.

Zwei Grundarten der Kommissionierung werden unterschieden:

Bei der Bandkommissionierung arbeiten die Kommissionierkräfte an einem laufenden Band hintereinander, wobei der Langsamste den Takt angibt.

Bei der Einzelplatzkommissionierung kommissionieren die Kommissionierkräfte die ihnen zugeteilten Mengen nach Touren. Wegen der größeren Flexibilität in der Zeiteinteilung wird die Einzelplatzkommissionierung zunehmend besonders für Tageszeitungen eingesetzt.

Konfektionierung

Das fabrikmäßige Herstellen bzw. Weiterverarbeiten von Produkten. Im Pressevertriebsgeschäft wird dieser Begriff in der Regel im Zusammenhang mit dem Lesezirkel gebraucht. Konfektionierte Hefte sind solche, die in eine LZ-Mappe eingeheftet sind. Dies wird meist von den LZ- Firmen selbst durchgeführt.

Koordiniertes Vertriebsmarketing (KVM)

Im „Koordinierten Vertriebsmarketing“ ist der gemeinsame Leistungsrahmen für Presse-Grosso und Verlage schriftlich niedergelegt. Das Papier wurde vom Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten, dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gemeinsam erarbeitet. Es ist als Empfehlung zu verstehen. Es hat keine rechtlich bindende Wirkung entfaltet, aber wegen der Förderung durch die Verbände starke normative Kräfte.

Das KVM de niert seit seiner Einführung im Jahr 1988 den Leistungsstandrad im Presse-Grosso sowie die Anforderungen an Verlage und Nationalvertriebe zum Vertrieb über den Pressegroßhandel. Geregelt werden im „gemeinsamen Leistungsrahmen“ u.a. die Markteinführung neuer Presseprodukte, die Steuerung und Regulierung der Pressesortimente im Einzelhandel, die Marktaktivitäten des Presse-Grosso, Datenerfassung und Datenmeldeverfahren sowie zahlreiche andere Fragestellungen aus der täglichen Vertriebspraxis. Die letzten Aktualisierungen erfolgten nach jeweils mehrjähriger Beratungszeit 2010 und 2012. Dabei steht das Ziel im Vordergrund, einerseits den freien Marktzutritt für alle Presseerzeugnisse auch in Zukunft zu gewährleisten, andererseits die Disposition gegenüber dem Einzelhandel noch stärker als bisher an der Verkäuflichkeit der Produkte zu orientieren.

Koppelkauf

Zusammenstellung von Waren, die im Rahmen eines Verkaufsvorganges zusammen abgerechnet wurden. Informationen über Koppelverkäufe sind für die Marktforschung interessant, da sich hieraus Kaufgewohnheiten ableiten lassen. So werden zum Beispiel bestimmte Presseerzeugnisse eher gemeinsam gekauft als andere.

Kopplungsangebote

Unter Kopplungsangeboten versteht man Angebote, bei denen zwei verschiedene Gegenstände zu einem Gesamtpreis angeboten werden. Sie sind grundsätzlich zulässig, wenn das Angebot hinreichend transparent ist und kein „übertriebenes Anlocken“ stattfindet.

Ein Kopplungsangebot, bei dem ein Abonnement zusammen mit einem anderen Gegenstand zu einem Gesamtpreis angeboten wird (z.B. das Abo einer Fernsehzeitschrift mit einem Fernseher), ist nur dann zulässig, wenn der Preisanteil des preisgebundenen Verlagserzeugnisses an dem Gesamtpreis in der gebundenen Höhe gesondert ausgewiesen wird, so dass deutlich wird, dass der Nachlass nur auf die ungebundene Ware gewährt wird.

Körperliche Remission

Unter körperlicher Remission versteht man die Rückgabe von Kopfleisten, Titelseiten oder ganzen Stücken der unverkauften Exemplare durch den Händler an seinen Lieferanten.

Körperlose Remission (KR)

Von körperloser Remission spricht man, wenn der Verlag weder Ganzstücke noch Kopfleisten oder Titelseiten der unverkauften Exemplare zurückerhält. Überwiegend praktiziert wird das Verfahren der Körperlosen Remission (KR-Verfahren), das an bestimmte Voraussetzungen gebunden ist und standardisiert durchgeführt wird.

Der Grossist oder Bahnhofsbuchhandel führt die unverkaufte Ware unmittelbar der Altpapierverwertung zu. Damit wird die erneute Nutzung verhindert. Das Altpapier wird als Rohstoff komplett wieder verwertet.

Eine Sonderform der körperlosen Remission ist die Vertrauensremission.

KPI

Unter KPI (Key Performance Indikatoren) versteht man Leistungskennzahlen, die z.B. zur Beurteilung der Effizienz und Qualität von Kommunikationsmaßnahmen genutzt werden. KPIs werden i.d.R. in Abhängigkeit von den Kommunikationszielen ex ante definiert.

Kündigerrückgewinnung

Abonnements-Kündigern werden schriftlich oder telefonisch neue Abo-Angebote der Verlagsprodukte mit dem Ziel unterbreitet, diese als Kunden zurück zu gewinnen. Rechtlich zulässig ist die telefonische Kündiger-Rückgewinnung nur dann, wenn sich die Kunden bei der Auftragserteilung des Abos mit telefonischen Kontakten einverstanden erklärt haben.

KVM-Richtwerttabelle

Es besteht eine unmittelbare Abhängigkeit zwischen Verkaufsdurchschnitt, Ausverkaufsquote und Remission. Die KVM- Richtwerttabelle nennt auf der Basis einer Ausverkaufsquote von 30 Prozent pro erreichten Verkaufsdurchschnittswert den dazu gehörenden Remissionsrichtwert. Der Mindest-Verkaufsdurchschnitt soll 1 betragen, die maximale Remissionsquote 50 Prozent.

Lagerremission

Am Ende der Angebotszeit fließen in die Remissionsabrechnung des Grossisten an den Verlag nicht nur die vom Einzelhandel zurückgegeben Hefte (EH-Remission), sondern auch die im Lager des Grossisten noch vorhandenen Exemplare (Lagerremission) ein. EH-Remission und Lagerremission ergeben zusammen die Verlagsremission.

Landing Page

Website, auf die ein User nach dem Anklicken eines Werbemittels geleitet wird.

Lead

Ein Lead ist ein online generierter Kontaktdatensatz (z.B. Email, Telefon, Adresse etc.).

LEH

Übliche Abkürzung für Lebensmittel-Einzelhandel.

Lesemappe

Leseprogramm aus mindestens fünf Zeitschriften, das vom Lesezirkelunternehmen als festes Zielgruppenprogramm angeboten wird oder vom Abonnenten frei aus dem Titelangebot ausgewählt wird.

Leser-Blatt-Bindung

Unter Leser-Blatt-Bindung versteht man die Beziehung zwischen einem Presseprodukt und dem Leser. In erster Linie entsteht Leser-Blatt-Bindung durch die Qualität des redaktionellen Programms. Sie ist umso höher, je mehr ein Titel den Bedürfnissen des Lesers entspricht und je weniger er durch andere Titel austauschbar ist.

Die Zahl der regelmäßigen Leser, die durchschnittliche Lesedauer pro Heft, aber auch die Nutzung von Serviceangeboten, die Zahl von Leserbriefen usw. sind Gradmesser für die Leser-Blatt-Bindung.

Neben dem redaktionellen Angebot wird die Leser-Blatt-Bindung auch durch Marketing-Maßnahmen des Verlages gefördert. Dazu gehören neben allgemeinen Vertriebswerbemaßnahmen auch Preisausschreiben, Leserreisen, Treueprämien usw.

Leser pro Ausgabe (LpA)

Künstlich gebildeter Wert aus der Media-Analyse (MA), der sich aus einer Verrechnung des Wertes für den Leser pro Nummer (LpN) und dem so genannten K1-Wert ergibt.

Der K1-Wert repräsentiert theoretisch wie der LpN die Leserschaft einer durchschnittlichen Ausgabe, allerdings nicht errechnet auf Basis des letzten Lesevorgangs (LpN), sondern auf Basis der Lesewahrscheinlichkeit (wie viele Ausgaben eines Titels werden von einem Leser durchschnittlich genutzt?). Der K1-Wert und der LpN unterscheiden sich wegen der abweichenden Berechnungsbasis. Der LpN gilt als der „härtere“ Wert.

Der LpA als Kombination von K1 und LpN verhindert, dass in der Mediaplanung, in der die Lesewahrscheinlichkeiten eine große Rolle spielen, mit zwei unterschiedlichen „Währungen“ gearbeitet wird.

Die Summe der Leser pro Ausgabe einer Zeitschrift kann als absolute Zahl ausgedrückt werden oder als Reichweiten-Prozentwert. Die Gesamt-Reichweite eines Titels ist definiert als der prozentuale Anteil der Leserschaft pro Ausgabe an der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahre. (Reichweite)

Leser pro Exemplar (LpE)

Zahl der Leser, die ein Exemplar einer Publikation nutzen. In der Media-Analyse (MA) errechnet sich der Leser pro Exemplar, indem die Leserschaft pro Ausgabe durch die durchschnittlich im Inland verbreitete Auflage geteilt wird.

Lesezirkel (LZ)

Der Lesezirkel ist eine der klassischen Vertriebssparten. Die Lesezirkel-Unternehmen beziehen ihre Zeitschriften direkt vom Verlag. Jede Zeitschrift wird mit einem LZ-Umschlag versehen, der gleichzeitig als Werbeträger dient. Mehrere Zeitschriften werden zu einem Sortiment – der Lesemappe – zusammengestellt. Als untere Begrenzung gelten fünf Titel pro Lesemappe, nach oben gibt es keine Begrenzung, sodass häufig auch mehr als zehn Zeitschriften in der Lesemappe enthalten sind.

Die Lesemappen werden vom Lesezirkel an den Bezieher nicht verkauft, sondern für jeweils eine Woche vermietet. Danach wird die Lesemappe gegen eine neue ausgetauscht. Die gelesene Lesemappe wird an einen anderen Bezieher für die folgende Woche weitervermietet.

Lieferberichtigung (LB)

Hat der Einzelhändler nicht die im Lieferschein verzeichnete Menge eines Titels erhalten, muss in der EDV des gGrossisten eine entsprechende Berichtigung vorgenommen werden, die im Warenflussprotokoll als Lieferberichtigung erscheint.

Dasselbe gilt auch für die Lieferung vom Verlag an den Grossisten. Dieser meldet die Lieferberichtigung in der Regel über ISPC-Verfahren/EDI-Press und erhält entsprechend eine Gutschrift oder Belastungsanzeige.

Lieferdurchschnitt (LD)

Durchschnittliche Liefermenge eines Presseerzeugnisses pro belieferter Verkaufsstelle.

Liefermenge

Zahl der Exemplare einer Ausgabe eines Titels, die ein Grossisten, Bahnhofsbuchhändler, Lesezirkel oder WBZ-Unternehmen vom Verlag oder ein Einzelhändler vom Grossisten bezieht. Gleiche Bedeutung hat der Begriff „Bezug“.

Logistik

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem militärischen Bereich. Er umfasst Planung, Ausführung und Kontrolle von Material-, Informations-, Werte-, Personen- und Energieflüssen.

Es gilt, eine gewisse Menge in einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort zu schaffen. Teildisziplinen der Logistik sind z.B. Beschaffungs-, Lager-, Transport-, Produktions-, Distributions- und Entsorgungslogistik.

Lokalpresse

Oberbegriff für Zeitungen mit – in Abgrenzung zur Regionalpresse – überwiegend lokaler Verbreitung in Städten bzw. einzelnen Landkreisen. Die Lokalpresse wird auch als Standortpresse bezeichnet.

Die Interessen der Standortpresse werden im Verband Deutscher Lokalzeitungen e.V., Berlin, koordiniert. Ziele sind die politische, verlagswirtschaftliche und redaktionelle Unterstützung mittelständischer Lokal- und Heimatzeitungsverlage und deren Interessenvertretung in der Öffentlichkeit.

 

MA

Abkürzung für Media-Analyse oder für Mengenanpassung oder für Marktanteil.

Mailing

Ein Mailing ist eine Direktwerbe-Maßnahme, bei der die Personen der Zielgruppe direkt per Post angeschrieben werden. Ein Mailing besteht in der Regel aus mindes tens drei Bestandteilen: einem Brief, einem Prospekt oder einer Produktinformation und einer Bestellkarte oder einem Bestellschein mit Rückumschlag.

Manuelle Bezugsregulierung

Regulierung von EH-Bezügen, bei der der Disponent in die maschinelle Regulierung korrigierend eingreift oder diese ganz außer Kraft setzt.

Marketing

Planung, Gestaltung und Kontrolle der absatzpolitischen Instrumente eines Anbieters. Im weiteren Sinne auch eine ganzheitlich marktorientierte Unternehmenspolitik. Nach einer Definition des IfH (Institut für Handelsforschung an der Universität Köln) bedeutet „Marketing einerseits Anpassung an die Erwartungen und Bedürfnisse der Kunden, andererseits aber auch Impulsgebung und Gestaltung auf dem Markt mit neuen Produkten, Betriebsformen oder Systemen im Handel“. Im Bereich des Presse-Absatzes spricht man vom Vertriebsmarketing.

Marktanteil

Unter Marktanteil ist generell der Anteil des Umsatzes oder mengenmäßigen Absatzes eines Unternehmens oder Produktes am Umsatz oder Absatz eines definierten Gesamtmarktes zu verstehen. Im Pressevertrieb werden zwei Marktanteils-Größenordnungen häufig verwendet:

Marktanteil der einzelnen Grossofirma am gesamten Grosso-Presseumsatz bzw. auch der Marktanteil des Grossisten bezogen auf die Gesamtumsätze eines Verlages, Nationalvertriebes oder Titels mit der Vertriebssparte Grosso, Marktanteil des einzelnen Verlages oder Nationalvertriebes am Gesamtumsatz der Vertriebssparten Grosso oder Bahnhofsbuchhandel.

Marktausschöpfung

Oberbegriff aller Maßnahmen, die unter Berücksichtigung aller Markteinflüsse und aller produktspezifischen Faktoren eine Optimierung der Verkäufe zum Ziel haben.

Marktaustritt

Einstellung eines Pressetitels. Der Begriff stammt aus der vertriebspolitischen Diskussion. Angesichts der wachsenden Zahl von Titeln fordert der Pressehandel, dass es als Gegengewicht für den allen Neuerscheinungen garantierten ungehinderten Marktzutritt Kriterien geben sollte, unter denen ein Titel auch wieder aus dem Angebot genommen werden kann.

Marktgerechte Distribution

Die Forderung nach marktgerechter Distribution bzw. Marktgerechter Disposition hat sich in den letzten Jahren vor allem durch zunehmende Klagen des Einzelhandels über „Titelflut“ und „Überbelieferung“ verstärkt. Als wichtigster Maßstab dient dabei die Verkäuflichkeit. Leitlinien für eine marktgerechte Distribution sind im Koordinierten Vertriebsmarketing (KVM) niedergelegt.

Marktorientierte Bezugsregulierung

Die Marktorientierte Bezugsregulierung (MBR) ist ein EDV-gestütztes Verfahren zur Bestimmung der Liefermenge einer Zeitschrift oder Zeitung und ihrer Verteilung auf die vom Grossisten belieferten Einzelhändler. Es wird von allen Grossisten in Deutschland praktiziert. Sieben Warenwirtschaftssysteme mit MBR-Baustein sind dafür im Einsatz: BEFO, CuraSoft, JOST, lld, MERLIN, Navision, PVG.

Media-Analyse (MA)

Bedeutendste Markt-Media-Untersuchung in Deutschland, die seit 1954 besteht und die seit 1995 in halbjährlichem Rhythmus veröffentlicht wird, wobei jeweils die beiden neuesten Halbjahre zu einer Untersuchung zusammengefasst werden (rollierendes System).

Die Media-Analyse gilt als „Grundwährung“ der Mediaforschung. Fast alle anderen Markt-Media-Studien sowie die meisten Verlagsuntersuchungen werden in den Grundstrukturen der wichtigsteng Zielgruppe an der MA ausgerichtet.

Media-Mix

Der gemeinsame Einsatz unterschiedlicher Mediagattungen (z.B. Online, TV und Print) innerhalb einer Werbekampagne. Unter Media-Mix versteht die Mediaplanung einen strategischen Begriff, der neben der Grundidee des Kombinierens von Medien annimmt, dass sich diese Medien in ihrer Wirkung ergänzen.

Mehrwertsteuer

In Deutschland seit 1968 gültige Form der Umsatzsteuer, bei der eine Besteuerung des Mehrwertes in allen Stufen der Produktion und des Handels erfolgt. Der Mehrwert ist definiert als die Differenz zwischen der Summe aller Verkaufserlöse und der Summe aller Einstandspreise eines Unternehmens.

Für Vertriebserlöse von Presse gilt ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von derzeit 7% gegenüber dem Normalsatz von 19%.

Der ermäßigte Steuersatz gilt nicht für vertriebsbeschränkte Objekte (Jugendmedienschutz) sowie für Veröffentlichungen mit Werbecharakter. Im Zweifelsfall ist eine Abstimmung mit den zuständigen Finanzbehörden erforderlich.

Melderemission

Remission, die vom Grosso oder Bahnhofsbuchhandel im Rahmen des ISPC-Verfahrens/EDI-Press an den Verlag gemeldet wird. Dieses geschieht in der Regel bevor etwaige Ganzstücke, Remittendenaufstellungen oder Warenflussprotokolle beim Verlag eingegangen sind. Sofern mit den jeweiligen Kunden ein KR-Vertrag (Verfahren der Körperlosen Remission) geschlossen wurde, erfolgen die Gutschriften auf Basis der Melderemission.

Mengennachlass

Werden von einem Empfänger mehrere Exemplare desselben Presseerzeugnisses bezogen, werden dafür zum Teil objektindividuelle Mengennachlässe gewährt.

Bei Abonnements (Mengenabonnements) sind nach den VDZ-Wettbewerbsregeln und den BDZV-Wettbewerbsregeln Mengennachlässe nur für Großabnehmer zulässig, die die Presseerzeugnisse für ihren Gewerbebetrieb nutzen.

Merchandising

Varianten handels- oder verbrauchergerichteter Verkaufsförderungsmaßnahmen. Sie beinhalten eine Vielzahl verschiedener, meist kurzfristiger Aktivitäten der Hersteller, um schnellere und umfangreichere Käufe von Produkten, die das Kerngeschäft des Herstellers ergänzen, zu stimulieren. In der Verlagsbranche wird der Verkauf von Zeitungen und Zeitschriften so beispielsweise durch das Angebot von Einzelbüchern oder Buchreihen, Kalendern, Video- oder CD-Editionen, Leserreisen sowie andere, zum Titel passende Spezialitäten-Angebote ergänzt.

Microsite

Eine kampagnenbezogene meist zeitlich und thematisch begrenzte Webseite des Werbungtreibenden.

Mobile Advertising

Werbung auf mobilen Endgeräten

Mobile Applikationen

Auch App oder Mobile App sind Anwendungen und Programme die speziell für mobile Endgeräte (Smartphones, Tablets etc.) entwickelt werden.

Nachdruck

Wenn ein Titel stärker nachgefragt wird als es der Verlag bei Bestellung der Druckauflage erwartet hat, so kann der Verlag bei der Druckerei veranlassen, dass eine zusätzliche Auflage nachgedruckt wird. Da in der Regel jedoch auch die entsprechenden Vorarbeiten (z.B. Prägung der Zylinder) neu erfolgen müssen, lohnt der Kostenaufwand oft nicht.

Nationalvertrieb (ND)

Der Begriff Nationalvertrieb ist die wörtliche Übersetzung der englischen Bezeichnung National Distributor. Seit Mitte der 1960er Jahre hat er sich mit der Gründung entsprechender Firmen auch in Deutschland eingebürgert.

Der Nationalvertrieb ist Vertriebsdienstleister für Verlage. Er übernimmt im Bedarfsfall alle vertrieblichen Aktivitäten des Verlages im Fullservice und ist damit die „ausgelagerte“ Vertriebsabteilung des Verlages. In vielen Fällen beschränkt sich der Serviceumfang der ND‘s allerdings auf den Vertrieb im Grosso und Bahnhofsbuchhandel.

Neupositionierung

Pressetitel bewegen sich in Märkten, die ständigen Veränderungen unterworfen sind. Unabhängig von möglichen Schwankungen in der redaktionellen Qualität eines Titels kann ein Konzept, das heute erfolgreich ist, durch sich verändernde Leserinteressen, Lesegewohnheiten, Konkurrenzaktivitäten und andere Markteinflüsse schon morgen eine sinkende Nachfrage verzeichnen. In solchen Fällen ist es üblich, das Heft durch eine konzeptionelle und redaktionelle Neupositionierung (Relaunch) den sich verändernden Umfeldbedingungen anzupassen.

Neutralität

Vertriebsneutralität ist eine unverzichtbare Voraussetzung für das Alleinauslieferungsrecht des Grossisten.

Da der Grossist gegenüber den Verlagen über ein Nachfragemonopol verfügt und über ein Angebotsmonopol gegenüber den Einzelhändlern, unterliegt er dem Kontrahierungszwang.

Auch der Einzelhändler unterliegt einem Abnahmezwang für alle Titel, die durch ihn verkäuflich sind und die der Grossist ihm liefert. Er kann entscheiden, ob er überhaupt Presse in seinem Angebot führen will, aber nicht eine „Vertriebszensur“ bezogen auf die Titelauswahl oder unterschiedliche Präsentation durchführen. Jede Bevorzugung oder jede Benachteiligung eines Objektes stellt eine Diskriminierung dar. Das Diskriminierungsverbot kommt überwiegend klein- und mittelauflagigen Titeln zugute, die ganz entscheidend zur Pressevielfalt beitragen.

Der auf dem Alleinauslieferungsrecht im Presse-Grosso basierende Kontrahierungszwang ist damit eine wesentliche Voraussetzung für die Pressefreiheit.

Newsletter

Als Newsletter bezeichnet man eine als Email zugestellte Information, welche meistens in regelmäßigen Abständen an einen bestimmten Interessenten-/Kundenkreis versendet wird.

Nielsengebiete

Aufteilung des Bundesgebietes durch das amerikanische Marktforschungsunternehmen Nielsen in etwa gleichgewichtige Bundesländergruppen.

Die Nielsengebiete – ursprünglich für das Handelsmarketing der Konsumgüter-Industrie geschaffen – werden heute in allen Bereichen von Werbung, Marketing und Vertrieb als geographische Einteilung benutzt:

 

  • Gebiet 1: Hamburg, Bremen, Schleswig- Holstein, Niedersachsen
  • Gebiet 2: Nordrhein-Westfalen
  • Gebiet 3a: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Gebiet 3b: Baden-Württemberg
  • Gebiet 4: Bayern
  • Gebiet 5: Berlin
  • Gebiet 6: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
  • Gebiet 7: Thüringen, Sachsen

Non-Press

Alle Produkte im Grosso/Einzelhandel und Bahnhofsbuchhandel, die keine Presse-Erzeugnisse sind. Sie unterliegen nicht dem Dispositionsrecht der Lieferanten und des Grosso.

Der Gesamtbereich lässt sich in zwei Hauptgruppen unterteilen:

 

  • Non-Print: Spiel-, Schreib- und Süßwaren
  • Non-Press: Kalender, Kataloge, Alben, Sammelbilder und -karten, Stadtführer, Landkarten, Gruß- und Ansichtskarten, Videos und CD-Roms etc.

Nullverkäufer (NVK)

Bezeichnung für einen Einzelhändler, der von einem Titel am Ende der Angebotszeit kein Exemplar verkauft hat. Verkauft ein Einzelhändler mehrmals hintereinander kein Exemplar eines Objektes, wird er damit nicht mehr beliefert.

Nullverkäufer werden teilweise auch als Vollremittierer bezeichnet.

Nullverkaufsquote

Die Nullverkaufsquote (prozentualer Anteil der Nullverkäufer an der Gesamtzahl der belieferten Einzelhändler) ist eine wichtige Bezugsgröße zur Beurteilung der Qualität von Disposition und Verteileraufbau. Dabei ist es auch entscheidend, in welchen Bezugsgrößenklassen sich die Nullverkäufer befinden, da dementsprechend hohe Mengen bei diesen Händlern gebunden sind.

Objektnummer

Identifizierungsnummer für Presseerzeugnisse sowohl für den Postvertrieb als auch als Grundlage für den GTIN-Code. Für Zeitschriften wird eine VDZ-Objektnummer vergeben, deren Nummernkreis seit Einführung des GTIN-Pressecodes von der GS 1 Germany GmbH, verwaltet wird, die entsprechend für neue Titel auch die Objektnummer vergibt.

One-Shot

Einzeltitel, der im Pressehandel vertrieben wird, aber nicht reguläre Ausgabe oder Sonderheft eines bestehenden Periodikums ist. One-Shots sind in einigen Fällen Testausgaben für neue Publikationen.

Online-Marketing

Auch E-Marketing oder Internet-Marketing. Alle Marketingaktionen, die mit Hilfe des Internets erfolgen wie zum Beispiel klassische Online-Werbung, Suchmaschinen-Marketing, E-Mailings etc.

Opt-in

Unter Opt-in versteht man die explizite Zustimmung eines potentiellen Kunden zur Verwendung seiner Daten zu vorab definierten Zwecken (z.B. Werbekontaktaufnahme mittels Email, Telefon oder SMS).

Opt-out

Unter Opt-out versteht man den Widerspruch eines Kunden zu einer Einwilligung oder den Widerruf einer ohne Einwilligung gesetzlich zunächst zulässigen Datennutzung. Diese dienen meist dem Zweck der Webekontaktaufnahme oder der Verwendung seiner Daten zu vorab definierten Zwecken.

Ordersortiment

Summe aller Presse-Titel, die über den Pressegroßhändler bezogen werden können. 2012 betrug das Ordersortiment ca. 6.000 Titel (in Abgrenzung zum durchschnittlichen Präsenzsortiment mit ca. 1.850 Titeln). Die höchste Titelzahl wird von den Grosso-Unternehmen geführt, deren Standort an internationalen Plätzen, d.h. in Großstädten liegt.

Packnorm

Festlegung der Anzahl von Exemplaren für die Verpackung in einzelne Pakete (Vollballen) in der Druckerei und für den anschließenden Transport.

Die Packnorm ist abhängig vom Heftgewicht der einzelnen Ausgabe. Sie stellt sicher, dass die einzelnen Pakete leicht zu tragen und zu transportieren sind. Das übliche Gewicht liegt bei 8 bis maximal 12 Kilo.

Bei der Disposition wird nach Möglichkeit versucht, die Liefermengen immer auf ganze Vollballen festzulegen, um die Verarbeitung zu vereinfachen und damit kostengünstiger zu gestalten.

Paid Content

Mit Paid Content wird der kostenpflichtige Vertrieb und Handel mit digitalen Inhalten in rein digitalen Medien bezeichnet.

Um Qualitätsjournalismus auch im Internet anbieten zu können errichten immer mehr Zeitungen und Zeitschriften auf ihren Websites Paywalls. Folgende Modelle werden unterschieden: Freemium, hier entscheidet die Redaktion welche Artikel frei und welche hinter der Bezahlschranke sind. Metered Modell, bei dem der User eine bestimmte Anzahl an Beiträgen im Monat frei lesen kann, bevor er sich registrieren bzw. bezahlen muss. Bei der Variante Harte Bezahlschrankesind sämtliche Beiträge nur gegen Bezahlung lesbar.

 

Partwork

Sammelwerk mit periodisch erscheinenden Einzelteilen, die wie Zeitschriftenausgaben vertrieben werden. Der Umfang des Gesamtinhalts des Sammelwerkes und damit die Gesamtzahl der Ausgaben, die vertrieben werden, liegt vor Erscheinen der ersten Ausgabe fest.

In vielen Fällen gehören zu dem Partwork Sammelmappen bzw. -ordner, die mit der ersten Ausgabe vertrieben werden.

Pay-per-Scan

Auch: Pay-on-Scan; In den USA seit einigen Jahren bei vielen Handelsketten übliches Abrechnungsverfahren, bei dem Grossisten und Verlage nicht mehr die gelieferten, sondern nur die an der Kasse des Einzelhändlers (per Scan) erfassten Exemplare bezahlt bekommen. Das Risiko für gestohlene Exemplare oder Schwund durch Erfassungsfehler trägt also der Verlag.

Pay-per-Scan ist auch ein Thema, das in Deutschland bei den Verhandlungen mit neu zu erschließenden Discounter von diesen immer wieder ins Gespräch gebracht wurde. Die Forderung wird jedoch von Grosso und Verlagen abgelehnt.

Paywall

Als Paywall (deutsch Bezahlmauer oder Bezahlschranke) wird ein Mechanismus bezeichnet, mit dem Inhalte einer Website nur nach dem Bezahlen einer Gebühr oder dem Abschluss eines Abonnements sichtbar sind.

Periodikum

Ein Periodikum ist ein in regelmäßigen Zeitabständen veröffentlichtes Presseprodukt, das inhaltlich eine wiederkehrende Grundlinie verfolgt und sich an eine bestimmte Zielgruppe richtet.

Objekte mit vierteljährlicher, 2-monatlicher, monatlicher, 14-täglicher, wöchentlicher bis täglicher Erscheinungsweise fallen unter diese Definition.

Bei einigen Titeln wird das periodische Erscheinen zu bestimmten Jahreszeiten durch die Herausgabe von Doppelnummern unterbrochen.

Platzierungsvorgaben

Bei einigen Zeitschriften – insbesondere im Bereich der Special Interest Titel ist es für den Einzelhändler nicht leicht, sie im Presse-Regal der richtigen Objektgruppe zuzuordnen. Hier sind entsprechende Platzierungsvorgaben Standard-Datenblatt sinnvoll.

PMV

Das für alle Fragen des Vertriebs zuständige Gremium des Fachverbandes Publikumszeitschriften im Verband Deutscher Zeitschriftenverleger.
Der Arbeitskreis PRESSEMARKT VERTRIEB fördert das Vertriebsgeschäft der Publikumszeitschriften im VDZ mit folgenden Zielen:

 

  • Unsere Zeitschriften und Medienmarken so nah wie möglich an die Konsumenten zu bringen.
  • Die Kaufbereitschaft der Endverbraucher für unsere Medienmarken über alle Vertriebswege zu fördern.
  • Die Kundenbeziehungen und die Vertriebswege zukunftsfähig gestalten und den freien Marktzugang, die Pressevielfalt und die Ubiquität zu sichern.
  • Die Attraktivität unserer Produkte kommunizieren wir aktiv für unsere Vertriebspartner.
  • Darauf hin zu wirken, die Interessen der Verlage bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen des Vertriebsgeschäftes durch den Gesetzgeber durchzusetzten.

Pocket-Auflage

Der im Pocket-Format erscheinende Teil der Gesamtauflage eines Titels, der sowohl in herkömmlichem Format als auch in einem Kleinformat erscheint.

PoS

Abkürzung für Point of Sale. Im Pressevertrieb ist dies die einzelne Presseverkaufsstelle.

Präsenzsortiment

Summe aller Presse-Titel, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Grosso oder auch im Einzelhandel tatsächlich verfügbar sind. Das sind im Grosso ca. 1.850 Titel (in Abgrenzung zum Ordersortiment mit ca. 6.000 Titeln).

Predictive Behavioral Targeting

Als Predictive Behavioral Targeting bezeichnet man das Einspielen digitaler Werbung an Gruppen von Usern, denen anonymisiert bestimmte Attribute (Soziodemographie, Produkt- und Kaufinteressen, Psychographische Merkmale etc.) mit Hilfe statistischen Prognosen die auf Surfverhalten, Befragung und ggf. externen Daten basierend, zugeschrieben werden.

Preisbindung

Unter Preisbindung versteht man die Festlegung eines verbindlichen Verkaufspreises, der vom Handel eingehalten werden muss.

Die Preisbindung beim Vertrieb für Presseerzeugnisse ist die wichtigste Voraussetzung für die Sicherung der Pressevielfalt und Angebotsdichte.

Ein aus Angebot und Nachfrage gebildeter Preis würde zu erheblichen örtlichen Preisunterschieden und damit zu einer Beschränkung des Vertriebs auf lukrative Objekte in absatzstarken Gebieten führen. Die Folge wären erhebliche Lücken in der flächendeckenden Versorgung des Marktes. Die Forderung nach der Überall-Erhältlichkeit von Presse kann aber wirksam nur durchgesetzt werden, wenn neben dem Endverkaufspreis auch der Abgabepreis des Großhandels an den Einzelhandel gebunden und damit ein Wettbewerb im Handel ausgeschlossen wird.

Ein positiver Nebeneffekt der Preisbindung ist, dass im Einzelhandel die sonst aufwendige Preisauszeichnung entfällt.

Die Preisbindung ist in Deutschland grundsätzlich unzulässig. Die Möglichkeit der Preisbindung für Presseerzeugnisse ist daher eine Ausnahme, mit der der Gesetzgeber den besonderen Anforderungen der durch Artikel 5 GG geschützten Informations- und Meinungsfreiheit Rechnung trägt. Sie ergibt sich aus § 30 GWB als Ausnahmeregelung vom Verbot der Preisbindung.

Preisunterbietung

Unter Preisunterbietung ist zu verstehen, dass ein Verlag den Copy-Preis eines Titels deutlich absenkt, um gezielt direkte Wettbewerbstitel zu unterbieten.

Dies ist für einen begrenzten Zeitraum grundsätzlich möglich, wenn es nicht in Verdrängungs- oder Vernichtungsabsicht geschieht und die Gefahr einer Marktstörung nicht gegeben ist.

Preisvorteil

Unterschied zwischen Einzelverkaufspreis und Abonnementspreis. Die Legitimation für den Preisvorteil im Abonnement ergibt sich aus der größeren Planungssicherheit für den Verlag sowie aus der beim Abonnement üblichen Vorauszahlung.

Pressebegriff

Der Pressebegriff wird in Deutschland umfassend ausgelegt. Insbesondere gilt der Grundsatz der Einheit der Presse. Alle Versuche von Politikern, zwischen „echter“ Presse und „sonstiger“ Presse zu differenzieren, konnten von den Verbänden wirksam abgewehrt werden.

In anderen europäischen Ländern werden demgegenüber Teile der Presse nicht privilegiert behandelt. Das zeigt sich z.B. in Dänemark, wo für Zeitungen ein Mehrwertsteuerprivileg (MwSt.-Satz 0) gilt, von dem Zeitschriften ausdrücklich ausgeschlossen sind (MwSt.-Satz 25%).

Presse-Besonderheiten

Das Produkt Presse hat eine Sonderstellung unter den Produkten des täglichen Bedarfs. Diese Sonderstellung wird u.a. durch folgende Kriterien untermauert:

 

  • Zusätzlicher Grundrechtsschutz (Pressefreiheit)
  • Öffentlicher Auftrag (4. Gewalt) Preisbindung
  • Mehrwertsteuerprivileg
  • Vertriebssystem mit eingeschränktem Wettbewerb, aber ungehindertem Zugang
  • Doppelter Wettbewerbsbegriff:
    • Wirtschaftlicher Wettbewerb
    • Publizistischer Wettbewerb
  • Zwei Finanzierungsquellen
    • Anzeigen
    • Vertrieb
  • Aktualität/Schnelllebigkeit

Presse-Einzelhandel

Einzelhändler, die Presse in ihrem Angebot führen. Laut Einzelhandelsstrukturanalyse EHASTRA 2013 gibt es insgesamt 115.929 Angebotsstellen, davon 93.725 Einzelhändler (EH), die Zeitungen und Zeitschriften verkaufen, 21.603 EH, die nur Zeitungen verkaufen und 601 Spezialverkaufsstellen.

Im Presse-Einzelhandel wurden 2013 insgesamt 2,150 Mrd. Exemplare verkauft. Dabei wurden Gesamtumsätze zu Endpreisen in Höhe von rund 2,314 Mrd. € erzielt.

Der Presse-Einzelhandel erhält Presse zu Abgabepreisen vom Presse-Grosso, die der Verlag gebunden hat. Grundsätzlich hat jeder Einzelhändler, der Presse in sein Programm aufnehmen möchte, ein Recht auf Belieferung, sofern der Grossist (Presse-Grosso) die Verkaufschancen für ausreichend erachtet und nicht der Schutz eines bereits bestehenden Einzelhandelsgeschäftes in der unmittelbaren Nachbarschaft dagegen spricht. Allerdings hat der Einzelhändler kein Dispositionsrecht, d.h. keinen Einfluss auf Titelsortiment und Liefermenge der einzelnen Titel. Das Titelsortiment richtet sich nach Platzangebot und Verkäuflichkeit. Für jeden Einzelhändler gibt es ein individuelles Titelsortiment. Korrespondierend damit können Einzelhändler unverkaufte Exemplare an den Großhandel zurückgeben.

Pressefreiheit

Die Pressefreiheit genießt einen ausdrücklichen Grundrechtsschutz:

Artikel 5 GG – Recht der freien Meinungsäußerung

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemeinen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Die Pressefreiheit ist auch international geschützt durch eine Reihe internationaler Verträge (UN-Menschenrechts- konvention, Europäische Erklärung der Menschenrechte, KSZE-Verträge). Sie wird gestützt durch eine Reihe von gesetzlichen Sonderregelungen wie z.B. das Zeugnisverweigerungsrecht für Journalisten, den Tendenzschutz oder Ausnahmen im Datenschutz (Sammlung personenbezogener Daten für publizistische Zwecke).

Presse-Grosso

Wichtigste Vertriebssparte mit rund 50 Prozent Anteil im Pressemarkt.

Es gibt in Deutschland derzeit 59 Grossofirmen (Stand 01.01.2014) mit 74 Filialgebieten (Vertriebsregionen). Jeder Grossist hat in seinem Gebiet bzw. seinen Gebieten das Alleinauslieferungsrecht. In zwei Vertriebsregionen gibt es jeweils zwei Grossisten, von denen jeder dann nur für einen Teil der Verlage und Titel (Objekttrennung) das Alleinauslieferungsrecht wahrnimmt.

Das Grosso-System hat sich für Pressevielfalt und Angebotsdichte bewährt. Der Grossist fungiert als neutrales Bindeglied zwischen den Verlagen und dem Einzelhandel. Es werden insgesamt 115.929 Einzelhändler beliefert. Die Zahl der ausgelieferten Titel beträgt bis zu über 4.000.

Auf Basis des Dispositionsrechts hat der Grossist den Weisungen des Verlages zu folgen und diese Weisungen auch gegenüber dem Einzelhandel umzusetzen. Man spricht in diesem Zusammenhang vom „derivativen Dispositionsrecht“ oder der „Dispositionsverantwortung“ des Grossisten.

Presse-Regal

Regalsystem, das die spezifischen Anforderungen für die Präsentation von Zeitungen und Zeitschriften im Einzelhandel berücksichtigt. Ein modernes Presse-Regal besteht aus modularen Regalelementen, die den verschiedenen Präsentationserfordernissen von Presseprodukten nach Auflage und Format gerecht werden und in ihrer Gesamtheit das Regallayout bilden. Wichtig sind ferner eine klar strukturierte Beschriftung der Warengruppen und eine gute Beleuchtung.

Das Regallayout richtet sich idealerweise nach einer vom Grossisten durchgeführten standortspezifischen Sortimentsanalyse und dem vom Presse-Grosso vorgegebenen, bundeseinheitlichen Belegungsschema.

Price-look-up-Verfahren (PLU)

Heranziehung von gespeicherten Endverkaufspreisen aus Objektstammdaten beim Scannen/Verkauf im Presseeinzelhandel.

Printmedien

Oberbegriff für alle gedruckten Medien, in erster Linie Zeitungen und Zeitschriften, aber auch Bücher.

Probeabonnements

Laut VDZ-Wettbewerbsregeln sind Kurzabonnements (Mini-Abos) zu Erprobungszwecken zulässig, wenn sie zeitlich auf maximal drei Monate begrenzt sind und nicht mehr als 35 Prozent unter dem kumulierten Einzelheftpreis liegen.

Derartige Probeabonnements sind nicht beliebig oft wiederholbar; sie dürfen nur in ein reguläres Abonnement führen, wenn dies jederzeit kündbar ist.

Publikumszeitschrift

Zeitschrift, die sich an ein breites Publikum und nicht an nur an Angehörige bestimmter Berufsgruppen oder Branchen/ Industriezweige (Fachzeitschrift) richtet. Zu den Publikumszeitschriften gehören auch die Special Interest- bzw. Zielgruppenzeitschriften.

Publisher

Eine Organisation oder eine Person, die mit Hilfe eines oder mehrerer Medien Inhalte die zur Veröffentlichung oder zum Verkauf bestimmt sind verbreitet, herausgibt und veröffentlicht.

QR-Code

QR-Codes (kurz für „Quick-Response- Codes“) werden genutzt, um Informationen in einer zweidimensionalen Matrix aus schwarzen und weißen Quadraten zu kodieren. Diese Informationen können z.B. Internetadressen (URLs) sein und mit einem Smartphone und der passenden App gescannt und ausgelesen werden. Der QR-Code führt dann direkt zu der im QR- Code hinterlegten Website.

Qualitätsoffensive

Umfangreiche Förderinitiative der Presse-Grossisten zur Stärkung des Presse-Fachhandels. Hierbei werden insbesondere inhabergeführte Geschäfte durch verschiedene Maßnahmen gefördert, da diese aufgrund ihres Engagements, ihrer Sortimentsbreite und -vielfalt, ihrer Serviceorientierung und Umsatzbedeutung seit jeher ein besonders wertvoller Partner für den Pressevertrieb sind.

Die Qualitätsoffensive enthält ein umfassendes Paket an Marketingmaßnahmen. Diese sind je nach Pressegeschäft vielschichtig und werden kombiniert eingesetzt. Dabei reichen die umgesetzten Maßnahmen von Modernisierungen der Presse-Regale, Strukturgebung nach Objektgruppen sowie Beschriftungen und Beleuchtung bis zur allgemeinen Verbesserung des jeweiligen Ladendesigns. Aber auch Verkaufsschulungen zur Förderung des aktiven Verkaufens sowie die Einführung moderner VMP Kassensysteme sind im Maßnahmenkatalog der Pressegroßhändler enthalten.

Rack-Jobbing

Regalpflege im Einzelhandel durch spezielle Mitarbeiter (Rack-Jobber) von Lieferanten. Im Rack-Jobbing werden die Warenträger ohne direkte Mitwirkung des Einzelhändlers vom Rack-Jobber regelmäßig mit gut verkaufender Ware neu bestückt. Die Warenpräsentation wird überprüft, das Regal geordnet, Werbemittel werden angebracht usw.

Im Pressevertrieb ist Rack-Jobbing durch entsprechend geschulte Mitarbeiter der gGrossisten oder der Verlage im Wesentlichen für die Warengruppe RCR und im Bereich von Randsortimenten des Angebots, wie z.B. bei Taschenbüchern, Tonträgern, Videos usw., üblich.

Rätselhefte

Spezielles Pressesegment mit Titeln, deren Inhalt überwiegend aus Kreuzworträtseln und anderen Rätseln besteht. Sie gehören in Deutschland eindeutig zu den Presseprodukten. Wegen der fehlenden Aktualität des Inhalts ergeben sich vertriebliche Besonderheiten, die weitgehend identisch sind mit Romanheften und Comics.

RCR

Abkürzung für Romane, Comics, Rätsel. Die gesamte Gruppe der Romanhefte, Rätselhefte und Comics wird wegen vertrieblicher Ähnlichkeiten unter dem Oberbegriff RCR zusammengefasst.

Real-Time Bidding (RTB)

Automatisiertes Auktionsverfahren bei dem Marktpartner Online-Inventar in Echtzeit anbieten und einkaufen können.

Regalmeter

Breite des Zeitschriftenregals im Presseeinzelhandel. Multipliziert man die Regalmeter mit der Zahl der Regalborde (Regalböden), erhält man die Bordmeter.

Regaloffensive

Erweiterung und Optimierung von Präsentationsflächen bei ausgewählten Händlern auf Basis einer Potentialanalyse. Ziel ist neben der Steigerung des Presse-Umsätze auch die Erhöhung der Kundenfrequenz und die optische Aufwertung der Verkaufsstelle.

Regalschale

Spezielles Display zur Anbringung am Presse-Regal, das die werbliche Herausstellung eines einzelnen Titels ermöglicht.

Remission

Sammelbegriff für unverkaufte Exemplare von Zeitungen und Zeitschriften (Remittenden), die nach Ablauf der Angebotszeit vom Handel an den Verlag zurückgegeben und von diesem gutgeschrieben werden Die Remission kann „körperlich“, d.h. in Form von Ganzstücken (Ganzstückremission), Titelseiten oder Titelköpfen (auch Kopfleisten) oder „körperlos“ auf dem Verrechnungsweg durchgeführt werden.

Remission kann absolut oder relativ in Stückzahlen ausgedrückt werden, aber auch als wertmäßige Remission.

Remissionspolitik

Die Höhe der Remission spielt einerseits eine wesentliche Rolle für die Höhe der Herstellungskosten eines Pressetitels und hat andererseits Einfluss auf die Marktausschöpfung.

Die Vorgabe titelindividueller Remissions-Richtwerte für den Handel bietet für den Verlag ein wichtiges Instrument der vertrieblichen Steuerung. Durch Vorgabe einer niedrigen Richtremission kann der Verlag Druckkosten sparen, muss andererseits aber in gewissem Umfang Ausverkäufe (Ausverkaufsquote) in Kauf nehmen. Eine höhere Richtremission verursacht höhere Druckkosten, kann aber auch zusätzliche Verkäufe ermöglichen.

Remissionsquote (RQ)

Prozentualer Anteil der Remission an der Zahl der berechnet ausgelieferten Exemplare.

Remissionsrecht

Die Möglichkeit für den Presseeinzelhandel, unverkaufte Exemplare von Presseerzeugnissen an den Verlag zurückzugeben (zu remittieren), ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für Pressevielfalt und Überall-Erhältlichkeit von Presse und das Gegenstück zum Dispositionsrecht des Verlages. Grossisten und Einzelhändler erhalten die volle Gutschrift für die nicht verkaufte Ware.

Hätte der Handel das Absatzrisiko für die „leicht verderbliche“ Ware Presse zu tragen, würde er immer nur so viele Presseerzeugnisse einkaufen, wie er glaubt, mit Sicherheit verkaufen zu können. Neue oder kleinauflagige Titel hätten von vornherein keine Chance.

Nur die Rücknahme aller unverkauften Exemplare und damit die Übernahme des gesamten Absatzrisikos durch den Verlag garantiert die Versorgung des Handels mit einer ausreichenden Menge, um alle Verkaufschancen zu nutzen.

Rentabilität

Wichtige Voraussetzung für ein leistungsfähiges Vertriebsnetz ist die Rentabilität des Produkts Presse im Einzelhandel. Dazu wurden in der Vergangenheit immer wieder mit Hilfe wissenschaftlicher Institute Studien erstellt, die unter Berücksichtigung von Leistungskennziffern, Rentabilitätsrechnungen, Flächenproduktivität, Umschlagshäufigkeit und Umsatzrendite den Nachweis erbracht haben, dass Presse für den Einzelhandel eine interessante Warengruppe bildet.

Besonders wichtig ist aber neben der Rentabilität von Presse selbst der positive Einfluss als Frequenzbringer auf andere Warengruppen. Wer z.B. täglich in einem Geschäft „seine“ Zeitung kauft, kommt automatisch auch als Käufer anderer Produkte in Frage.

Reporting

Das Reporting enthält Leistungsnachweise einer Werbekampagne. Für eine Online- Kampagne lässt sich u.a. die Klickrate ermitteln, indem Ad Impressions sowie Ad Clicks erkannt werden.

Response

Rücklauf auf eine Direktmarketingaktion (Direktwerbung). Die eingehenden Responses ermöglichen die Erfolgskontrolle jeder Direktwerbe-Aktion.

Retargeting

Unter Retargeting versteht man die Auslieferung eines Werbemittels an eine Gruppe von Usern, die bereits einmal eine bestimmte Aktion (z.B. eine Online-Bestellung, Klick auf ein bestimmtes Werbemittel o.ä.) getätigt hat. Zum Beispiel die Einspielung eines bestimmten Banners an User, die zuvor einen bestimmten Link angeklickt haben.

Rich Media

Rich Media ist ein Oberbegriff für Werbeformen die sich in ihrer Funktionalität und Technologie von anderen (Standard-) Werbeformaten unterscheiden, z.B. durch die Verwendung von Animationen und expandierenden oder seitenüberlagernden Elementen.

Robinson-Liste

Die Robinson-Liste, aus Gründen des Verbraucherschutzes initiiert, enthält Adressen von Personen, die keine Werbung per Post erhalten möchten. Eintragung oder nähere Auskunft über den Deutschen Direktmarketing Verband.

Parallel zu dieser auf den Postversand ausgerichteten Liste gibt es inzwischen auch spezielle Robinson-Listen für die Bereiche Email, Mobil/SMS und Telefon. Zuständig für diese Bereiche ist der IDI Interessenverband Deutsches Internet e.V.

Rücklauf

Eingehende Bestellungen, Probeheftanforderungen usw. als Reaktion auf Maßnahmen der schriftlichen Werbung. Wird auch Response genannt.

Rückstichheftung

Verarbeitungstechnik zum Heften von Zeitschriften, deren Umfang und Papierstärke nicht so groß sind, dass eine Klebebindung erfolgen muss. Die Rückstichheftung wird auch Drahtheftung genannt.

Sammelband

Zusammenfassung von mehreren Einzelausgaben einer Zeitschrift, eines Partworks, eines Comics, einer Romanheft- oder Rätselheftreihe zu einer gebundenen Broschüre.

In den meisten Fällen handelt es sich um eine besondere Form der Zweitvermarktung von Remittenden, bei der der Gesamtpreis des Sammelbandes deutlich unter der Summe der Einzelpreise der im Sammelband enthaltenen Ausgaben liegt.

Scanner

Gerät, das mit einem Licht- oder Elektronenstrahl ein Bild oder einen Körper punktweise oder zeilenweise abtastet und die Messwerte erfasst und weiterverarbeitet. Scanner werden u.a. in Scannerkassen eingesetzt.

Scannerkassen

Elektronisch gesteuerte Kassen im Einzelhandel, die mit Hilfe eines Scanners den auf den meisten Produkten aufgedruckten GTIN-Pressecode lesen können. Dadurch wird für den Kassiervorgang automatisch der Artikel und der dazugehörende Preis erfasst und ausgedruckt. Scannerkassen sind Voraussetzung für ein Warenwirtschaftssystem.

Zum Zeitpunkt der Erhebung der Einzelhandelsstrukturanalyse EHASTRA 2013 waren im Presseeinzelhandel 40,2 Prozent- der Verkaufsstellen mit Scannerkassen ausgestattet. 17.115 Presseeinzelhändler mit Scannerkassen melden die darüber erfassten Daten im Rahmen von VMP. Das entspricht einem Anteil von 14,8% aller Presseverkaufsstellen.

Schuppenregal

Verkaufshilfe zur Warenpräsentation im Einzelhandel, bei der die Titel in schuppenartig angeordneten Fächern präsentiert werden.

Schuppungsgrad

Zahl der Titel, die in der Schuppenauslage im Vollsichtregal auf einem Bordmeter untergebracht werden. Der Schuppungsgrad entscheidet über die Erkennbarkeit des einzelnen Titels und damit über die Übersichtlichkeit des Presseangebots. Je geringer der Schuppungsgrad, desto mehr Fläche steht für den einzelnen Titel zur Verfügung.

Laut Einzelhandelsstrukturanalyse stehen pro Titel durchschnittlich ca. 8 cm zur Verfügung.

Werden mehrere Exemplare eines Titels in der Regalauslage ebenfalls geschuppt, spricht man von „künstlicher Schuppung“. Die Erkennbarkeit des Titels leidet darunter, wenn die für den Titel insgesamt zur Verfügung stehende Fläche durch die Schuppung der einzelnen Exemplare unterteilt wird.

Schwärzen

Das Unleserlichmachen von Texten oder Bildern in einem Presseerzeugnis. Eine Schwärzung kann z.B. nötig werden, wenn dem Verlag die Verbreitung eines bereits gedruckten Inhaltes gerichtlich untersagt wird, der Produktionsvorgang aber bereits abgeschlossen ist. Gelegentlich kommt es auch zu falschen Angaben hinsichtlich Preis o.ä. auf der Titelseite bzw. im GTIN-Pressecode, so dass dieser geschwärzt werden muss.

Schwerpunktverkaufsstelle

Auch als Schwerpunkthändler bezeichnete Presseverkaufsstelle mit Vollsortiment. Im Koordinierten Vertriebsmarketing ist festgestellt, dass Schwerpunktverkaufsstellen zu einem funktionsfähigen Einzelhandelsnetz gehören, deren Erschließung und Betreuung besonderer Aufmerksamkeit des Grossisten bedürfen.

Das Bemühen um Schaffung eines Netzes von Schwerpunktverkaufsstellen wurde seit 1996 weitgehend durch das vom Presse-Grosso entwickelte Facheinzelhandels-Konzept (FEH) substituiert.

SEA (Search Engine Advertising)

Einblendung von Werbung, z.B. Textanzeigen, im Umfeld von Ergebnislisten von Suchmaschinen auf Basis von gebuchten Keywords. Der Werbungtreibende entscheidet über die Suchbegriffe und die jeweilige Verlinkung. Die Abrechnung erfolgt in der Regel auf Clickbasis (CPC).

Seeding/virale Verbreitung

Das Streuen von Medienbotschaften nach strategischen und zielgruppengerichteten Gesichtspunkten. Die Inhalte werden als Text, Bild oder Animation in sozialen Medien platziert und/oder als Email versendet.

SEM

Abkürzung für Search Engine Marketing.

SEO (Search Engine Optimization)

Suchmaschinenoptimierung umfasst alle Maßnahmen, um das Volumen und die Qualität des Traffics von Suchmaschinen auf eine Website mittels „natürlichen“ („organischen“ oder „algorithmischen“) Suchergebnissen zu verbessern. Suchmaschinenoptimierung beinhaltet daher einerseits Maßnahmen der „On Page-Optimierung“, wie z.B. Änderungen an der Struktur oder den Inhalten von Webseiten, andererseits Maßnahmen der „Off Page-Optimierung“, wie z.B. die aktive Gewinnung von Backlinks.

Shop-in-Shop

Separates Einzelhandelsfachgeschäft innerhalb eines Kaufhauses oder Verbrauchermarktes. Präsentationsform für Teilsortimente im Handel. Die entsprechenden Verkaufsräume bzw. Verkaufsflächen werden in der Regel an selbständige Einzelhändler verpachtet. Teilweise werden die Shop-in-Shop-Läden auch von den Kaufhäusern oder Märkten selbst mit angestellten Mitarbeitern geführt. Shop-in-Shop-Verkausstelle ist auch ein wichtiges Einzelhandelsstrukturanalyse EHASTRA-Kriterium.

Sichtbarkeit/Visibility

Sichtbarkeit eines Werbemittels im Sichtbereich des Browsers (Viewport).

Single sign-on

Kurz SSO, mitunter als Einmalmeldung übersetzt bedeutet, dass ein Benutzer nach einer einmaligen Authentifizierung an einem Arbeitsplatz auf alle Rechner und Dienste zugreifen kann für die er berechtigt ist und am selben Arbeitsplatz zugreifen kann, ohne sich jedes Mal neu anmelden zu müssen.

Social Media

Social Media bzw. Soziale Medien bezeichnen digitale Medien und Technologien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten. Es werden darunter alle Medien (Plattformen) verstanden, die Nutzer über digitale Kanäle in der gegenseitigen Kommunikation und im interaktiven Austausch von Informationen unterstützen.

Sonderheft

Unter Sonderheften versteht man unregelmäßige Veröffentlichungen, die zu einem bestehenden Periodikum (Mutterobjekt) gehören und dieses ergänzen.

Sonderhefte konzentrieren sich in der Regel auf ein spezielles Thema, das sie umfassend behandeln. Der Copypreis ist in den meisten Fällen höher als der des Mutterobjekts.

Sonderverkauf

Unter Sonderverkauf versteht man alle Verkäufe von Presseprodukten, die nicht über die pressetypischen Vertriebswege ab gewickelt werden.

Soweit die Sonderverkäufe nicht zum gebundenen Preis abgewickelt werden, werden sie in der IVW als „Sonstiger Verkauf“ ausgewiesen.

Sonntagszeitung

Ausschließlich sonntags erscheinende Zeitung.
Da viele Presseverkaufsstellen sonntags geschlossen sind, werden Sonntagszeitungen überwiegend auf gesonderten Vertriebswegen bei Sonntagsöffnern im Einzelhandel und über ambulante Sonderhändler vertrieben.

Nicht zu den Sonntagszeitungen werden die Wochenend- oder Sonntagsausgaben von Tageszeitungen gezählt.

Sortiment

Größe und Zusammensetzung des Presseangebots beim Einzelhändler. Bei der Zusammensetzung geht es sowohl um die Sortimentsbreite, d.h. die Vielfalt der im Angebot vertretenen Titel-Gattungen, als auch um die Sortimentstiefe, d.h. die Zahl der Titel pro Gattung.

Sortimentsoptimierung

Zusammenstellung und Pflege des nach Breite und Tiefe kundengerechten Titel-Sortiments beim einzelnen Einzelhändler aufgrund der Käuferbedürfnisse. Insgesamt soll damit für den Einzelhändler mehr Umsatz bei weniger Handlingsaufwand erreicht werden. Bestandteile der Sortimentsopitimierung sind die Sortimentsanalyse, -pflege und -anpassung.

Grundlage für den Aufbau einzelhandelsindividueller Sortimentsprofile ist eine sorgfältige Sortimentsanalyse, bei der neben den üblichen Kennziffern pro Titel wie Verkauf pro 1000 Einwohner, Remissionsquote, Ausverkaufsquote, Nullverkaufsquote, Steuerparameter, Umsatz und Rohertrag auch Sortimentsstärken und -schwächen ermittelt werden sowie auch lokale Aspekte Berücksichtigung finden.

Die daraus abgeleiteten Maßnahmen können sowohl eine Sortimentserweiterung als auch eine Sortimentsreduzierung zur Folge haben.

Spediteure

Bei den im Pressevertrieb tätigen Speditionen unterscheidet man grundsätzlich zwischen den Speditionen, die für den Verlag den Transport von der Druckerei bis zum Grosso, Bahnhofsbuchhandel, LZ und BMD besorgen, und den Speditionen, die den Transport vom Grossisten zum Einzelhändler übernehmen.

Die erste Kategorie nennt man Pressespediteure. Bei der zweiten handelt es sich in der Regel um kleinere Firmen, oft um kleine Familienbetriebe, die auch „Kleinspediteure“ genannt werden. Diese übernehmen meist auch die Nachtkommissionierung beim Grossisten bevor sie ihre Tour fahren.

Sperrgebiet

Abonnentenwerber erhalten für ihren Einsatz in der Regel Hinweise, in welchen Straßen oder Gebäuden sie keine Abonnements abschließen sollen, da die Gefahr, dass die Aufträge zum Sprung gehen, besonders groß ist. Bei diesen als Sperrgebiete bezeichneten Adressen handelt es sich um Industrie- und Gewerbegebiete sowie um Wohngebiete mit sozial schwacher Bevölkerung.

Stammdaten

Grundlegende Basisinformationen für den Handel über ein Presseprodukt. Dazu gehören im Wesentlichen

 

  • Die genaue Titelbezeichnung, ggf. mit Untertitel

  • Art des Produktes

  • Ausgaben p.a./Erscheinungsweise

  • Verlag/Vertriebsfirma

  • VDZ-Nummer

  • Preise

Standard-Datenblatt

Für neu auf den Markt kommende Presseprodukte ist die rechtzeitige Produktankündigung an den Handel erforderlich. Sie soll mindestens 10 Werktage vor Erstverkaufstag erfolgen.

Im Koordinierten Vertriebsmarketing (KVM) wurde für die Produktankündigung ein Standard-Datenblatt entwickelt, das alle für den Grossisten bzw. Bahnhofsbuchhändler wichtigen Informationen enthält und das vom Verlag oder seinem Nationalvertrieb sorgfältig ausgefüllt werden soll.

Wesentliche Punkte des Standard-Datenblattes sind:

 

  • Stammdaten
  • Terminierung
  • Remissionsverfahren
  • Preise und Handelsspannen
  • Produktspezifika
  • Verteileraufbau
  • Platzierungsempfehlung im Vollsichtregal
  • Absatzwege
  • Werbung
  • Akzeptanztest
  • Liefermengenvorschlag

Streaming

Eine Technologie mit deren Hilfe eine konstante Audio- und Video-Lieferung zu einem Client ermöglicht wird. Streaming beschreibt eine Netzwerk Daten-Transfer-Technik, die es einem User möglich macht, Audio- und Videodateien zu sehen bzw. zu hören. Die Quelle kann die Daten komprimieren und liefert („streamt“) kleine Informationspakete kontinuierlich über das Netzwerk zum User, dieser bekommt nach dem Datenempfang Zugang zum Content.

Streifbandzeitung (StrZtg)

Versand von Einzelexemplaren eines Presseerzeugnisses in einem adressierten Umschlag oder einem Papierstreifband zu einem ermäßigten Tarif im Rahmen der Presse Distribution (Vertrag Presse Distribution). Die Versandabwicklung ist einfacher als für Postvertriebsstücke und Pressesendungen, allerdings auch teurer. Streifbandzeitungen werden freigemacht und wie Briefe befördert (Laufzeit).

Die Versandart Streifbandzeitung wird für Einzelheft-Bestellungen genutzt.

Studentenabo

Spezial-Abonnement für Studenten zu einem ermäßigten Abonnementspreis, das von einer Reihe von Zeitungen und Zeitschriften angeboten wird. Die Berechtigung zum Bezug des Studentenabos wird durch eine Studienbescheinigung nachgewiesen.

Suchmaschinen-Marketing

Abgekürzt SEM = Search Engine Marketing. Teil des Online-Marketings. Maßnahmen zur Gewinnung von (tatsächlich interessierten) Besuchern der eigenen Websites. SEM wird als Ergänzung zum klassischen Marketing-Mix zum Beispiel als Baustein des Abo-Marketings eingesetzt. Instrumente des SEM sind:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO = Search Engine Optimizing)
  • Suchmaschinenwerbung (Sponsored Links, Paid Inclusion)

 

SEM macht sich die Erkenntnis zunutze, dass mehr als 85 Prozent der Internetnutzer in Deutschland Suchmaschinen zu Recherchezwecken nutzen. Abo-Marketing, Internetwerbung, Online-Marketing.

Supermarkt

Geschäftsarten für Presseverkaufsstellen laut Einzelhandelsstrukturanalyse.

Supermärkte bilden als „Supermärkte/ LEH“ eine EHASTRA-Hauptgruppe mit folgenden Untergruppen:

 

  • Lebensmittel unter 100 qm
  • Lebensmittel (100–399 qm)
  • Supermarkt (400–799 qm)
  • Supermarkt (800–1.499 qm)

Supplement

Thematisch bestimmtes, illustriertes Heft als Beilage in Zeitungen oder Zeitschriften, das der redaktionellen Ergänzung dient (z.B. TV-Programm).

Ein Supplement kann auch Werbung enthalten. In vielen Fällen – z.B. bei vielen Tageszeitungen – werden Supplements von einem anderen Verlag eingekauft und dem eigenen Titel beigefügt.

Postalisch zählen Supplements zum Inhalt des Trägertitels.

Tageszeitung

Täglich bzw. auch an fünf oder sechs Tagen pro Woche erscheinende gZeitung. Der Begriff Tageszeitung bedeutet zugleich eine Abgrenzung gegenüber der gWochenzeitung.

Tankstellen/Raststätten

Geschäftsstellen-Hauptgruppe aus der gEinzelhandelsstrukturanalyse

Targeting

Targeting bedeutet, Werbemittel anhand verschiedener Parameter automatisiert und zielgerichtet auszusteuern. Targeting dient der optimierten und streuverlustreduzierten Auslieferung von digitaler Werbung an definierte gZielgruppen.

Tausend-Kontakte-Preis (TKP)

Der TKP ist ein Mittel zur Beurteilung des Preis-Leistungsverhältnisses bei der Schaltung von Werbung auf einem Werbeträger. Er ist eine Preisangabe für 1.000 Werbekontakte (z.B. gAd Impressions) auf einem Werbeträger. Der Preis den der TKP angibt berechnet sich aus dem Preis für das jeweilige Werbemittel auf der entsprechenden Webseite multipliziert mit der gewünschten Menge an gAd Impressions der potentiell werbeführenden Webseite geteilt durch 1.000 (s. CPM und CPT).

Technische Remission

Mit technischer gRemission werden Exemplare bezeichnet, die durch den Transport, den Aushang oder andere Ursachen beschädigt werden und deshalb nicht verkauft werden können. Zur technischen Remission gehören auch Exemplare, die der Einzelhändler privat nutzt und nach Ende der gAngebotszeit zurückgibt.

Teillieferung

Lieferung von Teilmengen der Gesamtliefermenge. Wird bei Großkunden eingesetzt, die von hochauflagigen Titeln mit gErscheinungsweise 14-täglich und größer mehr als einen gVollballen verkaufen.

Wenn die Gesamtliefermenge die Lagerkapazität des Einzelhändlers überfordert und 60 Prozent der Anlieferungsmenge ausreichen, um die ersten fünf Tage nach EVT reichlich abzudecken, wird zum Beispiel bei der Programmpresse zum EVT am Freitag 60 Prozent der Ware ausgeliefert und am darauf folgenden Dienstag der Rest – jeweils umgerechnet auf ganze Vollballen.

Tektur

Anbringen eines Aufklebers auf der Titelseite eines Presseproduktes. Ein solcher Aufkleber kann der Preiskorrektur dienen, der Korrektur eines fehlerhaften gGTIN- Codes, das Heft als gWerbeexemplar kennzeichnen oder Hinweise auf den Inhalt enthalten.

Telefonmarketing

Telefonmarketing ist direkter persönlicher Dialog mit ausgewählten Adressen: Zielpersonen statt gZielgruppen.

Beim aktiven Telefonmarketing geht die Initiative vom Anbieter aus, d.h. potentielle und aktive Kunden werden konkret angerufen. Beim passiven Telefonmarketing geht die Initiative von der Zielperson aus, d.h. sie muss sich mit dem Anbieter über das Telefon in Verbindung setzen und den Dialog eröffnen (z.B. Reaktion auf eine Anzeige mit telefonischer Responsemöglichkeit).

Das in anderen Ländern erfolgreiche Telefonmarketing für die Abonnentengewinnung ist in Deutschland durch strikte Verbraucherschutz-Gesetzgebung nur sehr eingeschränkt möglich. Es darf kein Verbraucher telefonisch kontaktiert werden, der nicht zuvor sein Einverständnis gegeben hat (keine „kalten“ Anrufe).

Anrufe mit dem Ziel der gKündiger-Rückgewinnung sind ebenfalls nur zulässig, wenn der gAbonnent sich bei der Auftragserteilung mit telefonischen Kontakten einverstanden erklärt hat. gAbonnement

TEX

Abkürzung für tausend Exemplare

Titelflut

Kritisches Schlagwort aus der Diskussion zwischen Einzelhandel und Großhandel. Gemeint ist die zunehmende gTitelvielfalt im Pressemarkt, der der Einzelhandel wegen der beibegrenzter Regalkapazität zunehmenden Probleme für eine kundengerechte gWarenpräsentation oft kritisch gegenüber steht. Andererseits muss der freie gMarktzutritt für jeden Titel gewährleistet sein.

Titelsaisonalität

Die saisonalen Einflüsse auf die Entwicklung der Auflage des einzelnen Titels im Jahresverlauf. Die Titelsaisonalität ist abhängig vom Thema der gZeitschrift. Eine Gartenzeitschrift hat z.B. ihre Auflagenschwerpunkte im Frühjahr und im Spätsommer, im Saisonverlauf einer Foodzeitschrift dominiert demgegenüber der Spätherbst und Winter. So haben viele Titel im Pressemarkt abweichend von der allgemeinen Saisonentwicklung im Pressemarkt ein eigenes Saisonprofil.

Titelseitenremission

Verfahren im Rahmen der körperlichen gRemission, bei dem zur Vereinfachung des physischen Transports von Remittenden anstelle von Ganzstücken nur die Titelseiten der unverkauften Exemplare als Grundlage für die Remissionsgutschrift zurückgegeben werden. Bei gTageszeitungen wird in entsprechenden Fällen die Titelkopfremission durchgeführt, d.h. es wird nur der obere Teil der ersten Seite (Titelkopf) zurückgeschickt.

Das Verfahren wurde z.B. vor Einführung der körperlosen Remission vielfach in der Remissionsabwicklung zwischen Verlagen und g Bahnhofsbuchhandel praktiziert. Heute erwarten die Verlage ausnahmslos die Ganzstückremission. gRemission

Titelvielfalt

Die seit Jahren zunehmende Zahl unterschiedlicher Presseerzeugnisse ist im Schnitt wenier auf eine zunehmende Konkurrenz für den einzelnen Titel als vielmehr auf die immer weiter gehende thematische Spezialisierung im Zeitschriftenmarkt zurückzuführen.

Die durch immer mehr Special Interest-Titel für immer spitzere gZielgruppen ausgelöste Titelvielfalt ist einerseits ein Zeichen für die Vitalität des Pressemarktes, bedeutet gleichzeitig in einigen Bereichen aber auch eine Fragmentierung bestehender Märkte: Zunehmende Titelvielfalt führt in der Praxis zu einer Reduzierung der durchschnittlichen Verkaufsauflage pro Titel.

Trägermedien

Der Begriff „Trägermedien“ umfasst nach der Definition im gJugendschutzgesetz alle Medien mit Texten, Bildern oder Tönen auf gegenständlichen Trägern, die zur Weitergabe geeignet, zur unmittelbaren Wahrnehmung bestimmt oder in einem Vorführ- oder Spielgerät eingebaut sind. Dem gegenständlichen Verbreiten, Überlassen, Anbieten oder Zugänglichmachen von Trägermedien steht das elektronische Verbreiten, Überlassen, Anbieten oder Zugänglichmachen gleich, soweit es sich nicht um Rundfunk im Sinne des Rundfunkstaatsvertrages handelt. gJugendmedienschutz

Trinkhalle

Eine vor allen Dingen in Nordrhein-Westfalen vorkommende gGeschäftsart. In der gEinzelhandelsstrukturanalyse ist die früher übliche Unterscheidung zwischen Kiosken und Trinkhallen entfallen. gKiosk

Überall-Erhältlichkeit

Die Überall-Erhältlichkeit von Presse (auch Ubiquität) ist eines der wichtigsten vertrieblichen Ziele für überregional tätige Zeitungs- und Zeitschriftenverlage zur flächendeckenden Versorgung des Marktes. Sie wird im Vertrieb über das gPresse-Grosso erreicht durch die gPreisbindung, das gAlleinauslieferungsrecht, das gDispositions- und das gRemissionsrecht.

Deutschland hat das dichteste Verkaufsstellennetz in Europa. Mit ca. 118.500 Verkaufsstellen sind das so viele wie Großbritannien, Frankreich und Italien zusammen.

Überbelieferung

Belieferung des Einzelhandels mit unverkäuflichen Mengen. Zunehmende Klagen des Einzelhandels über Überbelieferung waren Anlass zur Neufassung des gKoordinierten Vertriebsmarketing sowie für das gBündnis für Marktpflege.

Überdruck

Ein Überdruck entsteht, wenn die Druckerei deutlich mehr Exemplare eines Titels produziert als bestellt waren. In der Regel gibt es Absprachen über Toleranzgrenzen, die der Verlag in jedem Fall abnimmt. Bei darüber hinausgehenden Mengen kann er entscheiden, ob er die zusätzliche Ware abnehmen und die Kosten tragen will oder nicht.

Ubiquität

Alternativer Begriff für gÜberall-Erhältlichkeit

Umwandlungsquote

Begriff aus dem gAbo-Marketing. Die Umwandlungsquote bezeichnet den Anteil von festen, zahlenden gAbonnenten zum gResponse. Bei einem Geschenk- oder Festabonnement sind das die Besteller abzüglich Widerrufer und Nichtzahler, bei einem Angebot mit negativer Option (g Angebotsformen) ist das die Zahl der festen Abonnenten, die aus den Probeheftanforderungen hervorgeht, und beim Miniabo sind es diejenigen, die nach Beendigung des Testzeitraumes zu einem Festabonnement umgewandelt werden.

Unique Selling Proposition (USP)

Einzigartiger Wettbewerbsvorteil und marketingbestimmendes Merkmal eines Produktes, mit dem sich das Produkt von den übrigen Konkurrenten absetzt. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal hinsichtlich Produktleistung oder Produktnutzen. Es kann sowohl rational als auch emotional begründet sein. Entscheidend ist, dass der Kunde diesen Vorteil empfindet und ihn als wichtig ansieht.

Im Zeitschriftenbereich werden erfolgreiche redaktionelle Konzepte häufig kopiert. Ein USP ist daher in der Regel nur durch weit überdurchschnittliche redaktionelle Qualität und Kreativität zu erzielen.

Unique User

Als Unique User wird der einzelne Nutzer bezeichnet und bildet die Grundlage für die Berechnung von Strukturen und gReichweiten von Online-Werbeträgern, sowie von wesentlichen Faktoren für die Mediaplanung. Er bildet die Basis der g AGOF ginternet Facts und drückt aus wie viele Personen ein einem bestimmten Zeitraum mindestens einen Kontakt mit einer Webseite oder einzelnen Belegungseinheit hatte.

Unterdruck

Wenn die Druckerei durch falsche Kalkulation, falsche Planung oder technische Probleme eine deutlich geringere Auflage produziert hat als die vom Verlag bestellte Menge, liegt ein Unterdruck vor. Da zu diesem Zeitpunkt die gDisposition bereits abgeschlossen ist und oft auch die Auslieferung bereits begonnen hat, muss der Verlag versuchen, nachträgliche Bezugskürzungen so vorzunehmen, dass das Risiko von Verkaufsverlusten möglichst gering ist.

URL

URL steht für Uniform Ressource Locator (dt. „einheitlicher Quellenanzeiger“) und bezeichnet die weltweit einheitlich aufgebaute Adresse für Dokumente oder andere Ressourcen im World Wide Web.

Urlaubsnachsendung

Bei gTageszeitungen früher verbreiteter Kundenservice der gNachsendung von Abo-Stücken an Ziele im In- und Ausland, bei dem der gAbonnent die Versandkosten trägt.

Heute werden bei Urlaubsaufenthalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wegen zu langer Postlaufzeiten vermehrt Bezugsgutscheine ausgegeben, die der Abonnent im EH einlösen kann. Auch die Urlaubsnachsendungen ins Ausland sind wegen der Postlaufzeiten und Kosten rückläufig.

VDZ

Abkürzung für gVerband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V.

VDZ-Nummer

Eindeutige numerische Kennzeichnung der Kunden eines Verlages – z.B. einer Grossofirma, einer Bahnhofsbuchhandlung, einer BMD-Firma, einer Lesezirkel-Firma – für den Geschäftsverkehr zwischen den Handelspartnern. Die VDZ-Kundennummern werden vom gVerband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ) vergeben.

VDZ-Objektnummer

Eindeutige numerische Kennzeichnung (Artikelnummer) aller Presse-Titel als wesentliche Voraussetzung für den Geschäftsverkehr/Datenaustausch zwischen Verlagen und Handelspartnern – z.B. beim ISPC- Verfahren/EDI-Press, auf Verlagsrechnungen und Remittendenaufstellungen.

Die VDZ-Objektnummer ist 5-stellig und ist gleichzeitig der numerische Bestandteil des Postvertriebskennzeichens. Seit Einrichtung des Verfahrens für die Pressecodierung wird sie ausschließlich von der GS1 Germany GmbH, Köln, vergeben. gGTIN-Pressecode, gVerband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)

Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e.V.

Standesorganisation des gBahnhofsbuchhandels, die 1905 in Leipzig gegründet wurde. Dem Verband mit Sitz in Düsseldorf gehören 2013 29 Mitglieder an.

Zweck des Verbandes ist die Förderung der gemeinsamen Interessen der in ihm zusammengeschlossenen Bahnhofsbuchhändler und weiteren Mitglieder. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder insbesondere gegenüber der Deutschen Bahn AG und gegenüber den Verlagen.

Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)

Der VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. ist die Interessenvertretung der deutschen Zeitschriftenbranche. Als Dachverband, organisiert in drei Fachverbänden (Fachpresse, Konfessionelle Presse, Publikumszeitschriften) und fünf Landesverbänden, repräsentieren seine rund 450 Mitgliedsverlage mit mehr als 3.000 Zeitschriften rund 80 Prozent des deutschen Zeitschriftenmarktes. Als Dienstleistungsverband bietet der VDZ den Verlagen ein breites Spektrum an Beratungs-, Informations- und Serviceleistungen in allen Bereichen des Verlagsgeschäftes (Anzeigen, Vertrieb, Digitale Medien, Rechtsfragen, Betriebswirtschaft, Umwelt und Papier). Als Wirtschaftverband engagiert er sich auf deutscher und europäischer Ebene für die Wahrung und Berücksichtigung der Interessen von Verlagen. Und als Arbeit- geberverband führt er im Auftrag der Landesverbände für die Verleger die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften für Redakteure. Darüber hinaus leistet der VDZ mit der VDZ Akademie einen wesentlichen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung in der Medienbranche. Weitere Informationen im Internet unter: www.vdz.de.

Verbreitete Auflage

Gesamtheit der Exemplare einer Ausgabe, die gegen Bezahlung und unentgeltlich an Endverbraucher vertrieben werden.

Verkaufsdurchschnitt (VD)

Durchschnittsverkauf eines Presseerzeugnisses pro belieferter Verkaufsstelle.

Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Verkaufsdurchschnitt, gRemissionsquote und gAusverkaufsquote. Laut gKoodiniertem Vertriebsmarketing soll der Verkaufsdurchschnitt mindestens 1 betragen.

Verkaufsfläche

Unter Verkaufsfläche wird in der gEinzelhandelsstrukturanalyse EHASTRA die Verkaufsfläche des gesamten Verkaufsraumes im Einzelhandel, also nicht nur der für Presse zur Verfügung stehende Platz verstanden.

Verkaufsförderung

Summe aller unterstützenden und verkaufsanregenden Aktivitäten im Handel, die den gAbverkauf positiv beeinflussen sollen. Dazu gehören nicht nur Aktivitäten

am Point of Sale, sondern auch Schulungen, Dekorationen, Regalpflege etc.

Diese Aktivitäten können zum einen auf die Motivation des Händlers zielen (z.B. durch Präsente, gEH-Packages), zum anderen direkt den Endverbraucher zum Kauf animieren z.B. Plakate, Leuchtwerbung, Bildschirme). Im Idealfall erfüllen Verkaufsförderungsmittel beide Zwecke auf einmal (Präsentationshilfen, kostenlose Mitnahmeartikel, Promotionaktionen etc.) gDisplay gRegaloffensive gWarenpräsentation

Die Verkaufsförderung ist Bestandteil des gEH-Marketing im Grosso.

Verkaufshilfen

Unter Verkaufshilfen versteht man grundsätzlich alle Instrumente der gWarenpräsentation wie Warenträger (Regale, gGondeln, Ständer, Paletten etc.), aber auch Werbemittel, die dem Einzelhandel von Verlagen zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen Plakate, gLeuchtwerbemittel, Schaufensterdekorationen, Zahlteller etc. gVerkaufsförderung, gDisplay

Verkaufstägliche Marktbeobachtung am Point of Sale (VMP)

Gewinnung und Auswertung von tagesaktuellen artikelspezifischen Abverkaufsdaten bei online angeschlossenen Einzelhändlern durch den gGrossisten.

Ziel von VMP ist es, bei der Belieferung des Einzelhandels mit Presse durch Teilanlieferungen und/oder automatische Nachlieferungen folgende Effekte zu erzielen:

Just-in-time-Lieferung: Reduzierung des Wareneinsatzes und der damit verbundenen Liquiditätsbindung, Senkung der gRemissionsquoten, Verbesserung der gMarktausschöpfung durch Vermeidung von Ausverkäufen, Verbesserung der gWarenpräsentation, Erhöhung des Warenumschlags, gWiederauslieferung von Frühremissionen bei nachgefragten Titeln sowie Kostensenkung innerhalb der gesamten Distributionskette.

Darüber hinaus nutzen Verlage die VMP-Daten zur Marktbeobachtung als aktuelle Information über Abverkäufe, als Ersatz für aufwendige AD-Abfragen, für eine vertriebsorientierte und redaktionelle Steuerung ihrer Titel.

Verkaufstests

Für neu auf den Markt kommende Titel führt das Grosso durch Telefonabfragen oder den gGrosso-Außendienst während der gAngebotszeit Verkaufstests durch, um dem Verlag so früh wie möglich erste Verkaufstendenzen zu übermitteln.

Verkaufsübersicht (VKÜ)

Auch Verkaufsstatistik. Darstellung in Listform, in der objektbezogen für diverse gVertriebssparten Werte wie Bezug, Verkauf, gRemission etc. aufbereitet werden.

Verkaufte Auflage

Gesamtheit aller Exemplare pro Heftnummer oder im Durchschnitt pro Zeiteinheit, die über alle gVertriebssparten gegen Entgelt verkauft wurden.

Verlagsaußendienst

Repräsentanten des Verlages vor Ort für den laufenden Kontakt zum Handel.

Hauptansprechpartner des Verlagsaußendienstes sind gGrossisten und Bahnhofsbuchhändler. Für die gVertriebssparten Bundesverband der Medien- und Dienstleistungshändler e.V. und gLesezirkel gibt es in vielen Verlagen Spezialisten im Innendienst, die direkt den laufenden Kontakt halten. Für die direkte Bearbeitung des Einzelhandels haben einige Verlage gesonderte gEH-Außendienste sowie auch spezielle gKey Account-Bearbeiter für die Gespräche mit besonders wichtigen Einzelhändlern und mit den Zentralen der Einzelhandelsketten.

Vermarkter

Ein Unternehmen, das Werbeflächen verkauft.

Versand

Gesamtheit aller Vorgänge, die unmittelbar mit Lieferung von Presseerzeugnissen ab Druckerei an Unternehmen des Pressehandels, an gZusteller oder an gAbonnenten zusammenhängen.

Dazu gehört die Versandvorbereitung im Vertrieb des Verlages bzw. beim gNationalvertrieb sowie auch die körperliche Auslieferung über die einzelnen Versandwege (Post, Spedition, Bahnfracht, Luftfracht, Alternative Zustelldienste usw.).

Vertical Network

Bündelung mehrerer gWebsites eines bestimmten Themas zu einem Netzwerk.

Vertrag Presse Distribution

Vertragsabschluss zwischen dem Verlag oder Herausgeber und der Deutsche Post AG als Grundlage für die Leistungen der Presse Distribution und die Nutzung deren Produkte für einen Titel. Zum Vertragsabschluss muss für jeden Titel ein „Datenblatt zum Vertrag Presse Distribution“ vorgelegt werden. Das Datenblatt ist Bestandteil des Vertrages. Dem Datenblatt wird ein Musterexemplar des Titels beigefügt.

Für den Vertrag Presse Distribution muss der Titel im Wesentlichen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Eine kontinuierliche äußere und innere Gestaltung

  • Grundsätzlich formatgleiche, überwiegend beidseitig bedruckte Blätter

  • Maße: mindestens 9 cm × 14 cm; höchstens B4 (25 cm × 35,3 cm); nicht dicker als 5 cm (Maße wie Briefpost)

  • Durch Falzung oder durch buchbinderische Verarbeitung zu einer Einheit zusammengefasst

  • Gewährleistete Publizität (für jedermann uneingeschränkt zugänglich)

  • Herstellung in einem presseüblichen Druckverfahren

  • Erscheinungsweise von mindestens einmal pro Quartal

  • Höchstgewicht 1000 g

  • Angabe von Titel und Nummer auf der Titelseite oder der Bezeichnung „Sondernummer“

  • Nennung des Erscheinungstags oder einer der Erscheinungsweise entsprechenden Bezeichnung auf der Titelseite oder im gImpressum

Je nach Sendungsart müssen bestimmte inhaltliche Anforderungen erfüllt werden.

Da der Vertrieb von gZeitungen und gZeitschriften nicht dem Postmonopol unterliegt, gibt es zur Post unterschiedliche Dienstleister-Alternativen. Regionale Abonnementszeitungen werden überwiegend durch eigene Zustellorganisationen distribuiert. 

Vertriebsgebühr

Gebühr, die ein gNationalvertrieb oder Exporteur für seine Dienstleistung erhält.

Die Vertriebsgebühr kann in Form einer gVertriebspauschale vereinbart werden, in Form einer Gebühr pro ausgeliefertem Exemplar oder in Form einer Vergütung, die sich nach der Zahl der verkauften Exemplare richtet. Vereinbarungen auf Basis einer solchen Verkaufsgebühr werden auch als Margenvereinbarungen bezeichnet.

Es gibt bei den Vertriebsgebühren auch Mischformen, z.B. zwischen einer Mindestpauschale kombiniert mit einer Margenvereinbarung.

Vertriebspauschale

Pauschale Vergütung pro Ausgabe eines Titels, die an einen gNationalvertrieb oder einen Exporteur für seine Dienstleistung gezahlt wird. gVertriebsgebühr

Vertriebssparten

Der Pressevertrieb findet im Wesentlichen in sieben Vertriebssparten (auch Absatzkanäle oder Handelssparten genannt) statt:

  • gVerlagsabonnement
  • g Presse-Grosso
  • g Bahnhofsbuchhandel
  • g BMD-Handel
  • g Lesezirkel
  • g Auslandsvertrieb
  • g Sonderverkauf

Verweildauer

Der Zeitraum vom ersten Aufruf einer Webseite bis zu deren Verlassen.

Viewport

Der aktuell im Browser sichtbare Bereich einer gWebsite.

Visibility

Sichtbarkeit eines Werbemittels im Sichtbereich des Browsers (gViewport).

Vollballen

Vollständiges Zeitungs- oder Zeitschriftenpaket, wie es in der Druckerei entsprechend der gPacknorm verpackt wird. Kleinere Mengen, die kein vollständiges Paket entsprechend der Packnorm ergeben, werden als Spitze oder Spitzenpaket bezeichnet (gVollballen).

Die Vollballen werden auf Paletten zu grö ßeren Sendungen zusammengestellt. Häufig erfolgt der gVersand vollständiger Paletten auch ungepackt, indem die ganze Palette in Folie eingestretcht wird.

Warenpräsentation

Grundsätzlich: Form des Angebots einer Ware im Handel. Hier: Gesamtpräsentation des Zeitungs- und Zeitschriftensortiments im presseführenden Handel. Dazu gehören sowohl der Einsatz klassischer gVerkaufshilfen als auch Standort und Beleuchtung der Ware, aber auch Aktivitäten am gPOS, gPresse-Regal, gRegaloptimierung, gRegaloffensive

WBZ

Abkürzung für gWerbender Buch- und Zeitschriftenhandel. Seit 2009 BMD., Bundesverband der Mediendienstleister. g BMD und Bundesverband der Mediendienstleister

Website

Ist die Darstellung einer Person oder Organisation im WWW. Sie kann aus mehreren Webseiten und/oder gFrames bestehen.

Weitester Leserkreis (WLK)

Begriff aus der gMedia-Analyse (MA). In Abgrenzung zum gLeser pro Nummer, der die Leserschaft während eines Erscheinungsintervalls bezeichnet, repräsentiert der WLK die Gesamtleserschaft eines Titels innerhalb der letzten zwölf Erscheinungsintervalle. Die zwölf Erscheinungsintervalle sind

  • Für monatlich erscheinende gZeitschriften 12 Monate
  • Für 14-täglich erscheinende gZeitschriften 6 Monate
  • Für wöchentlich erscheinende gZeitschriften, gWochenzeitungen, gSupplements 3 Monate und
  • Für täglich erscheinende gZeitungen 14 Tage

 

Werbekostenzuschuss (WKZ)

In der Zusammenarbeit zwischen Verlagen und dem gBMD übliche Kondition, die unabhängig vom Rabatt gewährt wird. Der Werbekostenzuschuss wird als feste Summe pro Abo für die von der BMD-Firma neu eingewiesenen gAbonnements des Verlages gezahlt.

Springt der Kunde innerhalb einer vereinbarten Frist (4 Monate) ab (Sprunghaftungszeit), wird der WKZ zurückbelastet.

Grundlage für die Gewährung des Werbekostenzuschusses ist eigentlich die Vorlage des Abonnement-Bestellscheins durch das BMD-Unternehmen beim Verlag. Durch den inzwischen weitgehend üblichen Datenträgeraustausch zwischen BMD und Verlagen ist ausreichende Transparenz über die Neuwerbunggegeben, um die WKZ-Gutschrift auf Vertrauensbasis (Vertrauens-WKZ) vorzunehmen.

Die WKZ-Höhe wird bei den meisten Verlagen in einem Staffelsystem je nach Nettoschein-Produktion festgelegt. Dabei erhalten BMD-Unternehmen, die ihre gKontinuation eines Titels durch aktive Neuwerbung erhöhen, einen höheren WKZ als diejenigen, deren Bestand lediglich gehalten wird oder sogar sinkt.

Zusätzlich zum Werbekostenzuschuss werden in einigen Fällen für die Erhöhung der Auflage eines Titels bei dem einzelnen BMD-Unternehmen Bestandssteigerungsprämien (auch Superprovisionen genannt) gewährt.

Wertschöpfung

Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre, der die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens ausdrückt. Wertschöpfung als Kennzahl misst den Ertrag wirtschaftlicher Tätigkeit als Differenz zwischen der Leistung einer Wirtschaftseinheit und der zur Leistungserstellung verbrauchten Vorleistung. So bemisst sich die Wertschöpfung eines Handelsunternehmens nach den gesamten Umsatzerlösen, von denen die Leistungen der vorgeschalteten Produktionsstufen (Lieferanten, Logistikdienstleister etc.) und Kosten für z.B. Personal, EDV etc. abgezogen werden. gEfficient Consumer Response (ECR)

Wertschöpfungskette

Auch Supply Chain. Beschreibt den Aufbau einer gWertschöpfung in den unterschiedlichen Tätigkeitsstufen. Mehrere Wertschöpfungsstufen stellen die Wertschöpfungskette dar. gEfficient Consumer Response (ECR)

White Mail

Abobestellungen, die sich keiner Werbeaktivität zuordnen lassen bzw. die ohne Zutun des Verlages direkt schriftlich bei ihm eingehen.

Widerrufsbelehrung

Die für Abonnementsbestellungen im Wert über 200 € (Summe aller vom Bezieher bis zum frühesten Kündigungszeitpunkt zu entrichtenden Zahlungen) vorgeschriebene Widerrufsbelehrung muss:

  • Drucktechnisch deutlich gestaltet sein
  • Den Beginn der Widerrufsfrist nennen
  • Die Dauer der Widerrufsfrist nennen (2 Wochen)
  • Das Ende der Widerrufsfrist nennen („rechtzeitige Absendung genügt“)
  • Namen und Anschrift des Widerrufsempfängers enthalten und
  • Hinweise auf Ausübung des Widerrufs („ohne Begründung“, „in Textform oder durch Rücksendung“) enthalten

Die in früheren Jahren erforderliche zweite Unterschrift entfällt.

Widerrufsrecht

Im Unterschied zur Kündigung, die ein bestehendes Vertragsverhältnis beendet, macht der Widerruf einen Vertrag auch rückwirkend ungültig. Ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht nur für gAbonnements, deren Wert (Summe aller vom Bezieher bis zum frühesten Kündigungszeitpunkt zu entrichtenden Zahlungen) 200 € übersteigt. gWiderrufsbelehrung

Wiederauslieferung

Eine generelle Wiederauslieferung von Titeln mit geringer Erscheinungshäufigkeit – seltener als vierteljährlich – ist laut KVM (gKoordiniertes Vertriebsmarketing) nur möglich, wenn der Verkauf nach der gRegel-Angebotszeit von sechs Wochen mindestens 50 Prozent beträgt.

Bei geringeren Verkäufen sind in Ausnahmefällen bilaterale Vereinbarungen zwischen Verlag und Grosso zur Wiederauslieferung an gut verkaufende Einzelhändler möglich.

Die Wiederauslieferungsphase soll laut KVM vier Wochen nicht überschreiten.

Wochenumsatz mit Presse

In der gEinzelhandelsstrukturanalyse EHASTRA wird für jede Verkaufsstelle der Wochenumsatz mit Presse zu Grossoabgabepreisen erhoben. In der EHASTRA 2012 ergab sich umgerechnet auf Copypreise inlandweit ein Wochenumsatz von durchschnittlich 537,41 € (Inland West 555,92 €; Inland Ost 453,76 €).

Wochenzeitung

Einmal wöchentlich erscheinende g Zeitung. Eine Sonderform der Wochenzeitung ist die gSonntagszeitung.

Yield Management

Bezeichnet die Preis- und Kapazitätssteuerung zur Ertragsoptimierung eines Werbeträgers durch gezieltes Inventarmanagement.

Zählfehler

Mengendifferenzen, die beim Verpacken von gZeitschriften oder gZeitungen in der Druckerei innerhalb eines gVollballens oder die im Grosso bei der gKommissionierung der Lieferung für die einzelne Verkaufsstelle auftreten können. Entsprechende Fehlmengen werden in der Regel auf Vertrauensbasis nachträglich gutgeschrieben. Bei der Kommissionierung im Grosso helfen die in den letzten Jahren in vielen Betrieben installierten gWiegevorrichtungen Zählfehler weitgehend zu vermeiden.

Zählpixel

Ein Objekt oder Code zur Erhebung und Übertragung von Zählinformationen.

Zeitschrift

Oberbegriff für periodisch erscheinende Presseerzeugnisse, die nicht gZeitungen sind.

In Abgrenzung zur Zeitung versteht man unter einer Zeitschrift in der Regel ein Presseprodukt, das buchbinderisch (g Drahtheftung oder gKlebebindung) verarbeitet ist. Übliche gErscheinungsweisen von Zeitschriften sind wöchentlich, vierzehntäglich, monatlich und vierteljährlich, es gibt aber hier alle denkbaren Variationen (z.B. 6 × jährlich, 10 × jährlich sowie auch mehrmals pro Woche).

Zeitung

Oberbegriff für aktuelle periodische Presseerzeugnisse mit täglicher oder wöchentlicher gErscheinungsweise als Printprodukt, ge-Paper und digital als gWebsite bzw. gApp.

Die Printausgabe wird auf einfachem Papier hergestellt. Im Gegensatz zur gZeitschrift ist die Zeitung in der Regel nicht geheftet, sondern besteht aus einem oder mehreren, lose zusammengelegten, mehrseitigen Produkten.

Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e.V.

Dachorganisation aller zur Werbewirtschaft zählenden Gruppen mit Sitz in Berlin.

Dem ZAW gehören keine einzelnen Firmen, sondern nur Verbände an, deren Mitglieder Wirtschaftswerbung betreiben, durchführen, gestalten und vermitteln. Derzeit sind im ZAW 40 Organisationen zusammengeschlossen, die sich in vier Bereiche gliedern:

  • Werbungtreibende Wirtschaft
  • Werbeagenturen
  • Werbungdurchführende und Werbemittelhersteller
  • Werbeberufe sowie Marktforschung

Zielgruppe

Gesamtheit aller Personen, die durch eine bestimmte Marketing- oder Werbemaßnahme angesprochen werden sollen. Zielgruppen werden in der Regel durch soziodemographische Merkmale wie Geschlecht, Alter, Bildung, Einkommen, Beruf, soziale Schichtenzugehörigkeit usw. definiert.

Zunehmend finden auch Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen von Personen bzw. auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Lifestyle-Gruppen Eingang in die Zielgruppendefinition. Zur Unterscheidung gegenüber den demographisch bestimmten Zielgruppen spricht man in diesen Fällen auch von Stilgruppen.

Sieht man von einigen wenigen echten Massentiteln ab, wenden sich Zeitungs- und Zeitschriften-Titel mit ihrem redaktionellen Programm jeweils an bestimmte Ziel- oder Stilgruppen. Je spezieller das redaktionelle Angebot ausgerichtet ist, desto klarer ist in der Regel auch die Zielgruppendefinition. Bei Special Interest-Zeitschriften mit klar umrissener Zielgruppe spricht man deshalb auch von Zielgruppenzeitschriften.

Zugabe

Seit Wegfall der Zugabeverordnung (2001) sind Werbegeschenke (Zugaben) neben einer Ware grundsätzlich möglich. gWerbegeschenke

Zustellgebühr

Gebühr, die für die Hauszustellung von gAbonnements durch die Post oder andere gZusteller zusätzlich zum reinen Abonnementspreis erhoben wird.

Zweitplatzierung

Hochauflagige Titel und Neuerscheinungen können sowohl im gVollsichtregal innerhalb der betreffenden gObjektfamilie untergebrachten sein als auch zusätzlich in Stapelauslage unten im Regal, in einer separaten Verkaufshilfe (z.B. gDisplay) oder an der Kasse. Die gStapelauslage wird in diesem Fall als Zweitplatzierung bezeichnet.

Zweitvermarktung

Erneute Vermarktung eines Presseproduktes nach abgeschlossener gAngebotszeit. Für die Zweitvermarktung eignen sich ausschließlich Objekte mit inaktuellem Inhalt. Die Zweitvermarktung kann auch über andere Vertriebskanäle erfolgen. Eine besondere Form der Zweitvermarktung ist der gSammelband.

ZZ-Fachgeschäft

Im engeren Sinn: typisches Fachgeschäft für Presse sowie Pressezentren.

ZZ-Handel

Zeitungs- und Zeitschriften-Handel, auch Oberbegriff für Pressehandel.